Investoren
28. Februar 2022

BP verkauft Beteiligung an Rosneft

Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine will der Rohstoffkonzern BP eine Beteiligung am Gas- und Treibstoffproduzenten Rosneft abstoßen. Der Rubel bricht ein.

Der britische Mineralölkonzern BP steigt angesichts des Krieges in der Ukraine aus dem russischen Öl- und Gasunternehmen Rosneft aus. Das berichtet der „Deutschlandfunk“. Vorstandschef Looney teilte mit, BP werde seinen Anteil von 19,75 Prozent an Rosneft abgeben.

BP ist seit 2013 an Rosneft beteiligt. Looney sagte weiter, er und der frühere BP-Manager Dudley seien mit sofortiger Wirkung aus dem Direktorium von Rosneft zurückgetreten.

BP ist eines der größten Unternehmen in Europa und Schwergewicht im Stoxx-Europe-50-Index. Zahlreiche britische Pensionseinrichtungen halten Anteile an der Gesellschaft.

Staaten schließen russische Banken aus Swift-System aus

Westliche Staaten haben russische Banken aus dem Swift-System ausgeschlossen, über das der globale Zahlungsverkehr abgewickelt wird. Laut einem Bericht des „Deutschlandfunks“ wurden außerdem Guthaben der russischen Zentralbank eingefroren, die mehr als 600 Milliarden Dollar als Reserven hält. Das behindert Stützungskäufe, die den Rubelkurs stabilisieren könnten.

Rubel bricht ein

Die russische Währung hat am Montagmorgen mehr als 40 Prozent ihres Wertes verloren. Für einen US-Dollar mussten 107 Rubel gezahlt werden. Am Freitagabend waren es noch rund 84 Rubel gewesen. Als Reaktion auf den Währungsverfall hob die russische Zentralbank den Leitzins von 8,5 auf 20 Prozent an.

Russlands Zentralbank will dem heimischen Finanzsystem angesichts der verschärften Wirtschaftssanktionen des Westens unter die Arme greifen. Das meldet die Nachrichtenagentur DPA und beruft sich auf eine Mitteilung der Bank. Demnach wurde es Wertpapierhändlern untersagt, russische Wertpapiere im Besitz von Ausländern zu verkaufen.

Weitere Sanktionen treten in Kraft

Die EU setzte in der Nacht zum Montag ihre Sanktionen gegen die russische Zentralbank in Kraft. Die Strafmaßnahme gilt laut DPA als ebenso schwerwiegend wie der in Kürze geplante Ausschluss einiger russischer Finanzinstitute aus dem Banken-Kommunikationsnetzwerk Swift.

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