Versorgungswerke
8. September 2014

BVK investiert und finanziert

In Berlin finanziert die Versorgungskammer ein Shopping-Center, in Düsseldorf kauft sie einen Wohn-und Shopping-Komplex. Zugleich stößt die BVK aber auch ein Objekt in Stuttgart ab.

Die Bayerische Versorgungskammer (BVK) baut ihr Immobilienportfolio weiter aus. Für eines ihrer zwölf Versorgungswerke, die Bayerische Architektenversorgung, hat sie soeben den Wohn- und Einzelhandelskomplex „Dieterich Karree“ in Düsseldorf erworben. Das Dieterich Karree besteht aus 18.300 Quadratmetern Wohnfläche und 11.300 Quadratmetern Einzelhandelsfläche und ist zu 95 Prozent vermietet. Der Kaufpreis betrug rund 70 Millionen Euro, wie aus einer Mitteilung von CMS Hasche Sigle hervorgeht, die bei diesem Deal als Berater fungierte. Verkäufer ist der von der Immobilienmanagementgesellschaft Tristan Capital Partners beratene Fonds CCP III DK Germany. Wie es hieß, wurde die Immobilie im Rahmen eines Share Deals einer Luxemburgischen Gesellschaft mit Umwandlung der Gesellschaft zwischen Signing und Closing erworben.
Auch auf der Finanzierungseite ist die BVK kürzlich aktiv geworden. Sie ist mit 450 Millionen Euro der Hauptfinanzierer des Bauprojektes „Mall of Berlin“ auf dem Leipziger Platz. Das Berliner Shopping-Center soll nach der geplanten Eröffnung am 25. September auf 80.000 qm rund 270 Geschäfte beherbergen. Neben der BVK beteiligen sich an der Finanzierung auch zwei Kreditfonds der BNP Paribas REIM mit 70 Millionen Euro und die Deutsche Hypo mit 80 Millionen Euro, die zugleich auch Konsortialführer und Agent der Transaktion ist. 
Die Finanzierung erfolgt im Rahmen der strategischen Zusammenarbeit, die die Deutsche Hypo und die Bayerische Versorgungskammer im Herbst vergangenen Jahres vereinbart haben. Im Fokus stehen Büro- und Einzelhandelsimmobilien sowie ausgewählte wohnwirtschaftliche Portfolien in Deutschland. Als Zielvolumen der ohne zeitliche Befristung geschlossenen Vereinbarung wurde damals vorerst auf 500 Millionen Euro festgesetzt. „Dass die Bayerische Versorgungskammer dieses große Finanzierungsprojekt initiieren konnte und wir uns erfolgreich mit unseren Konsortialpartnern Deutsche Hypo und BNP Paribas REIM Germany gegenüber Mitbewerbern durchgesetzt haben, freut uns sehr. Wir sind stolz darauf, bei dieser bedeutenden Finanzierung mit 450 Mio. Euro den Großteil des Kreditvolumens zur Verfügung zu stellen“, erklärt André Heimrich, Mitglied des Vorstandes und Bereichsleiter Kapitalanlagen. Seines Erachtens dient die vereinbarte Zusammenarbeit mit der Deutschen Hypo als gelungenes Beispiel auch für zukünftige Projekte. „Mit den Möglichkeiten, die der BVK bei Finanzierungen zur Verfügung stehen, werden wir auch in Zukunft große Projekte finanzieren“, kündigt Heimrich an. 
Die BVK tritt allerdings nicht nur als Finanzierer und Käufer von Immobilien auf, sondern auch als Verkäufer. Wie ebenfalls Anfang September bekannt wurde, hat sie für eines ihrer zwölf Versorgungswerke, die Bayerische Apothekerversorgung, das Friedrichs-Carré in Stuttgart verkauft. Käufer ist Cordea Savills Invest, die dieses Objekt mit etwa 20.000 Quadratmetern Büro-, Laden-, Gastronomie-, Lager- und Parkfläche für ihren für institutionelle Investoren aufgelegten Spezialfonds „Cordea Savills Real Invest“ erworben hat. Darüber hinaus wurde für den Fonds das Glückaufhaus in Essen von einer lokalen Investorengemeinschaft gekauft. Das Transaktionsvolumen dieser beiden Deals beläuft sich auf deutlich über 120 Millionen Euro. Das von deutschen Versicherern bereitgestellte Eigenkapital des Fonds wächst damit auf mehr als 160 Millionen Euro, wie CMS Hasche Sigle mitteilte, die bei der Transaktion als Berater fungierten.
portfolio institutionell newsflash 08.09.2014/Kerstin Bendix 
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