Pensionskassen
30. Juni 2020

Caritas-PK auf Weg der Besserung

Nettoverzinsung von fünf Prozent in 2019 stärkt Risikotragfähigkeit. „Sanierungskonzept zeigt Wirkung, der Kapitalmarkt hilft.“

Die Pensionskasse der Caritas VVaG blickt auf ein positiveres Geschäftsjahr 2019 zurück. Wie die Pensionskasse berichtet, wurde am Montag der Jahresabschluss von der Mitglieder-Vertreterversammlung verabschiedet. Nach gravierenden Einschnitten im Zuge der Sanierung konnte sich die Pensionskasse im vergangenen Jahr stabilisieren. Das umfassende und einschneidende Sanierungskonzept zeigt nach Angaben der Kölner Einrichtung Wirkung: Die Pensionskasse konnte wieder nennenswerte Eigenmittel aufbauen und so die Risikotragfähigkeit der Pensionskasse stärken. Nach Einstellung des Neugeschäfts konzentriert sich die Pensionskasse auf die betriebliche Altersversorgung von über 400 Einrichtungen der Caritas, der katholischen Kirche sowie von Mitgliedern der Ordensgemeinschaften.

Im Geschäftsjahr 2019 beläuft sich der Jahresüberschuss auf 5,42 Millionen Euro (Vorjahr: 522 Tausend Euro) und wurde in die Verlustrücklage eingestellt. Zudem wurden 5,42 Millionen Euro (Vorjahr: 58 Tausend Euro) der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugeführt. Das gute Jahresergebnis der Pensionskasse der Caritas ist vor allem auf die positive Entwicklung an den Kapitalmärkten und auf die außerordentlichen Erträge in der Kapitalanlage zurückzuführen. Nach Informationen des Unternehmens trugen hierzu alle Asset-Klassen bei, insbesondere aber die Bond- und die Immobilienmärkte, in denen zu deutlich mehr als 90 Prozent des Vermögens der beiden Pensionskassen angelegt ist.

Die Kapitalanlagen gingen um 0,96 Prozent leicht auf 458,49 Millionen Euro zurück. Das Ergebnis der Kapitalanlagetätigkeit im Geschäftsjahr beträgt 23,16 Millionen Euro (Vorjahr: -1,96 Millionen Euro). Dies entspricht einer Nettoverzinsung von 5,03 Prozent (Vorjahr: -0,42 Prozent). Im Jahr 2019 wurden aufgrund der Schließung des Neugeschäfts keine neuen Versicherungsverträge abgeschlossen.

„Die Sanierungsbeschlüsse im vergangenen Jahr trafen den Versicherungsverein, das heißt unsere Mitglieder und Versicherten sehr hart“, sagt Olaf Keese, Vorstandsvorsitzender der Pensionskasse der Caritas VVaG. „Das Geschäftsergebnis des Jahres 2019 zeigt jedoch, dass wir die Weichen richtig gestellt haben, um wieder eine ausreichende Risikotragfähigkeit zu erlangen und künftig die bestmögliche Leistungserbringung für unsere Mitglieder und Versicherten zu erreichen.“

Vertreterversammlung der Kölner Pensionskasse Mitte Juli

Die Mitglieder-Vertreterversammlung der Kölner Pensionskasse tagt erst am 16. Juli. Wie das Unternehmen mitteilt, sei deren Jahresergebnis ebenfalls „sehr gut“ ausgefallen. Die Kölner Pensionskasse wurde 2002 von der Pensionskasse der Caritas gegründet und wird ebenfalls von Olaf Keese geleitet.

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