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30. September 2021

Das Versorgungswerk VANR hat bei Aktien die Nase vorn

Das Versorgungswerk der Apothekerkammer Nordrhein (VANR) mit Sitz in Düsseldorf hat bei der Aktienanlage alles richtig ­gemacht und gewinnt damit den portfolio institutionell Award als „Bester Investor Aktien“.

Der diesjährige Preisträger verfolgt bei der Aktienanlage einen Core-Satellite-Ansatz mit Spezialfonds und ETFs. Im Core mit den Spezialfonds folgen die Manager Value- und Growth-Ansätzen, während die Satelliten-ETFs vor allem in Small- und Micro-Caps investiert sind. „Der Anlageprozess ist ­dabei gut strukturiert, an die Herleitung der Aktienquote über das ALM schließt sich ein dynamisch gesteuerter „Sparplan“ zur Implementierung an. Die Selektion der externen Manager erfolgt ebenfalls sehr systematisch, unter anderem mit Due Diligence vor Ort“, ­lobte die Jury aus Dr. Peter König von Delta Management Consulting und Michael Sauler von Mercer Deutschland. ­„Natürlich fehlt auch nicht die Berücksichtigung von ESG-Kriterien. Auch die Per­formance war vor allem in 2020 sehr gut, da im ­Corona-Crash die Aktienquote antizyklisch deutlich erhöht wurde“, erläutert Jury-Lead Peter König.

Bei der Verleihung ging König auf die ­„bürokratische Regulierung“ in Deutschland ein, die dafür sorge, dass die Aktienquote regulierter Investoren auch im internationalen­ Vergleich deutlich zu niedrig sei. „Der Gewinner hat es durch ­eine disziplinierte ­Umsetzung geschafft, die Gremien zu überzeugen, mit dem Aktienrisiko etwas entspannter umzugehen“, lobte er das Versorgungswerk.

König überreichte den Preis zusammen mit Wolfgang Murmann vom Sponsor Insight Investment einem sichtlich ­glücklichen Jens Hennes, Geschäftsführer des VANR. „Ich bin superhappy und freue mich riesig über diese Auszeichnung.“ Begonnen hat ­Hennes bei dem Versorgungswerk in der Finanzkrise – und somit gleich ­eine prägende Erfahrung gemacht. „Ich habe mir dann ­gesagt: Das wollen wir nicht nochmal erleben.“ Viele ­Investoren ­seien aufgrund von Wertuntergrenzen und Risiko-Overlays häufig in schlechten Marktphasen gezwungen, sich von Aktien zu trennen, daher sei das Risikomanagement ganz entscheidend. „Wir haben an 18 Handelstagen im vergangenen Jahr unsere Aktienquote um 50 Prozent strukturiert aufgebaut“, zog Hennes stolz Bilanz und dankte auch seinen Kollegen. „Dies ist ­unser gemeinsamer Preis.“

Auch in dieser Kategorie war das Rennen knapp. Auf Platz zwei landete­ die Signal Iduna, Platz drei belegte die Johannesstift Diakonie.

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