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5. April 2022

Deka steigert Ergebnis deutlich

Mehr Finanzierungen für Renewables. Institutionelles Geschäft fast halbiert.

Die Deka-Gruppe hat ihr wirtschaftliches Ergebnis im vergangenen Jahr auf 848 Millionen Euro gesteigert. Das Vorjahresergebnis lag bei 269 Millionen Euro. Als Gründe für den Ergebnisanstieg führt die Deka vor allem ein starkes Provisionsergebnis und einen nahezu ausgeglichenen Risikovorsorgesaldo an. Der Ausblick ist jedoch getrübt. „Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden. Vor dem Hintergrund des schrecklichen Krieges in der Ukraine wirkt ein Rückblick auf das Jahr 2021 wie ein Blick in eine andere Zeit. Die Auswirkungen auf die Finanzbranche, auf die Konjunktur und auf die Anlagestrategien sind bereits deutlich spürbar und werden es bleiben – auch über 2022 hinaus“, sagt Dr. Georg Stocker, Vorstandsvorsitzender der DekaBank.

Trotzdem hält die Deka aus heutiger Sicht an der Prognose für 2022 fest und geht weiter davon aus, dass sich das wirtschaftliche Ergebnis in der Größenordnung von rund 550 Millionen Euro bewegen wird. Dies sei leicht über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre, aber klar hinter dem außergewöhnlichen Jahr 2021.

Master-KVG-Geschäft im Rückwärtsgang

Die Nettovertriebsleistung belief sich im vergangenen Jahr auf 35,7 Milliarden Euro. Dazu leistete das institutionelle Geschäft ebenfalls einen positiven Beitrag. Dieser fiel jedoch in 2021 weniger groß aus: Im Geschäft mit institutionellen Kunden schrumpfte der Nettoabsatz auf 10,7 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es noch 19,5 Milliarden Euro. Den Rückgang begründet die Deka mit dem Abfluss eines Einzelmandates im Master-KVG-Geschäft in hoher einstelliger Milliardenhöhe. „Dem Abfluss dieses margenarmen Geschäfts standen hohe Mittelzuflüsse bei deutlich rentableren Mandaten gegenüber, die ihn ertragsseitig überkompensiert haben“, teilt die Deka mit.

Im Kreditgeschäft baut die Deka den Anteil an Finanzierungen im Bereich Erneuerbarer Energien weiter aus. Schon heute sei man einer der aktivsten Projektfinanzierer für Windparks in Europa. Aktuell ist die Dekabank an der Finanzierung von 19 On- und Offshore-Windparks mit einer Gesamtkapazität von über 5 Gigawatt beteiligt. Das entspricht einem Gesamtbruttovolumen von 13,7 Milliarden Euro. Das Bruttokreditvolumen im Kreditgeschäft blieb mit 25,7 Milliarden Euro gegenüber Ende 2020 nahezu unverändert.

Im Mai 2021 wurde beispielsweise bekannt, dass KfW IPEX-Bank, Dekabank und die schwedische Kreditversicherung SEK den Bau und Betrieb von einem der größten Onshore-Windparks Europas finanzieren: den 372-MW-Windpark „Björnberget“ soll in Ånge, in der zentralschwedischen Provinz Västernorrlands entstehen. Hierfür stellen die Banken gemeinsam Gesamtzusagen in Höhe von rund 300 Millionen EUR zur Verfügung, wobei sich die Finanzierungslaufzeit auf einen Zeitraum von 18 Jahren nach der Fertigstellung erstrecke. Träger des Projekts ist die israelische Enlight Renewable Energy Ltd. sowie der Prime Green Energy Infrastructure Fonds, verwaltet durch die deutsche Prime Capital AG.

Mit Änderung vom 6. April

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