Immobilien
20. Juli 2015

Deutschland sorgt für starkes Wachstum

Der europäische Gewerbeimmobilienmarkt hat in den vergangenen drei Monaten beim Investitionsvolumen ordentlich zugelegt. Ein Treiber war Deutschland.

Im zweiten Quartal dieses Jahres haben Investoren kräftig in den europäischen Gewerbeimmobilienmarkt investiert. Das Investmentvolumen belief sich auf rund 56 Milliarden Euro, was ein Anstieg um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Zu diesem Ergebnis kommt das Immobilienberatungsunternehmen CBRE in einer aktuellen Analyse. Im Vergleich zum ersten Quartal 2015 sei die Wachstumsrate zwar leicht zurückgegangen, weist jedoch nach wie vor den höchsten Wert aller zweiten Quartale seit 2007 auf.
Außergewöhnlich hohe Anstiege im Investitionsvolumen registrierte CBRE sowohl in Spanien und Portugal als auch in Finnland und Norwegen. Deutschland verzeichnete ein ebenso starkes Quartal mit einem Investitionsvolumen von zwölf Milliarden Euro und einem Anstieg um 72 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. „Deutschland ist nach wie vor einer der sichersten und weltweit am stärksten nachgefragten Anlagehäfen in Europa“, sagt Fabian Klein, Head of Investment bei CBRE in Deutschland. „Aber auch südeuropäische Länder wie Spanien und Portugal sind mittlerweile heiß umkämpft, was sich auf die entsprechenden Wachstumsraten niederschlägt“, fügt er hinzu. Allein in Spanien, dem Land mit dem drittgrößten Investitionsvolumen, wurde mit 5,5 Milliarden Euro im abgelaufenen Quartal ein Anstieg um 131 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2014 verzeichnet. Ähnliches gelte für Portugal: Dort konnte das Investitionsvolumen von 84 Millionen Euro im zweiten Quartal 2014 auf 742 Millionen Euro im zweiten Quartal 2015 zulegen.
Ein Blick auf die Insel zeigt, dass die Investoren auch hier zugriffen. Im Vereinigten Königreich wurden im zweiten Quartal insgesamt 17,3 Milliarden Euro investiert. Dies entspricht einem Anstieg von zehn Prozent im Vorjahresvergleich. „Dieser Anstieg lässt sich in erster Linie durch die Währungsverschiebungen erklären“, erklärt Klein. Und weiter: „Wird das Volumen in Pfund Sterling betrachtet, so bleibt das Niveau fast unverändert.“
Anders sieht die Lage in den Märkten in Zentral- und Osteuropa aus. Diese charakterisieren sich laut CBRE durch ein vergleichsweise geringes Investmentvolumen. Der Grund hierfür ist vor allem das mangelnde Angebot an vorhandenen Investitionsprodukten. Insbesondere im Einzelhandels- und Industriesektor sind die zur Verfügung stehenden Angebote knapp. Folglich verzeichnete Polen im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Rückgang des Volumens um 28 Prozent auf nunmehr 363 Millionen Euro. Auch in Russland (578 Millionen Euro) und in Tschechien (352 Millionen Euro) gingen die Investments zurück, und zwar um 16 beziehungsweise acht Prozent.
portfolio institutionell newsflash 20.07.2015/Kerstin Bendix
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