Versicherungen
31. März 2016

Die Allianz zieht es in den Norden

Mit drei weiteren Zukäufen in Finnland stockt die Versicherung ihr Erneuerbare-Energien-Portfolio auf 63 Wind- und sieben Solarparks auf. Auch außerhalb Europas wurden erste Investments getätigt.

Auf der Suche nach neuen Investments in Erneuerbare Energien zieht es die Allianz in den Norden Europas. Nach dem Einstieg in den finnischen Windmarkt Anfang 2016 hat  der Versicherungskonzern über seine Tochter Allianz Capital Partners (ACP) nun weitere Zukäufe getätigt. Wie es hieß, wurde für drei Windparks ein Kaufvertrag mit Portofino New Energy, dessen Eigentümer Impax New Energie Investors II LP ist, unterzeichnet. In welcher Höhe sich die Investments bewegen, ist nicht bekannt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Laut David Jones, Head of Renewables bei Allianz Capital Partners, handelt es sich um eine „beträchtliche Investition“. 
Zwei der drei gekauften Windparks liegen im Norden Finnlands – in Lappland – und profitieren den Angaben zufolge von einem gemeinsamen Betriebs- und Wartungsstützpunkt. Darüber hinaus wurde der Windpark Saarenkylä in der Nähe der Westküste erworben. Zusammen verfügen die drei Windparks über eine Gesamtkapazität von 107,7 Megawatt, was dem Fünffachen der ersten finnischen Investition der Allianz in Jouttikallio entspreche. Damit könne der Strombedarf von rund 95.000 EU-Durchschnittshaushalten gedeckt werden. Alle drei Windparks werden nach Abschluss der Bauarbeiten als voll einsatzfähige Anlagen gekauft, teilte die Allianz weiter mit.
„Mit dieser beträchtlichen Investition diversifizieren wir das Allianz Portfolio an Erneuerbaren Energien weiter. Damit erlangen wir eine starke Position in Finnland – ein attraktiver europäischer Windmarkt. Wir bauen damit unsere Stellung in der gesamten nordischen Region weiter aus“, so Jones. Und weiter: „Diese Investition wirkt sich positiv auf die Umwelt aus und nutzt unseren Kunden. Sie ist ein Meilenstein für die Allianz, die jetzt insgesamt mehr als drei Milliarden Euro in Erneuerbaren Energien investiert hat.“
Die Investitionen der Allianz in Erneuerbare Energien umfassen derzeit 63 Wind- und sieben Solarparks. Die Wind- und Solaranlagen im Bestand von ACP erzeugen genügend Erneuerbare Energien, um über eine Million Haushalte zu versorgen. Das entspricht dem Stadtkern von Paris. Aktuell beinhaltet das Portfolio an Erneuerbaren Energien der Allianz Anlagen in Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Österreich, Schweden und den Vereinigten Staaten.
Den Einstieg in den US-amerikanischen Markt und damit die Internationalisierung über Europas Grenzen hinaus hatte der Münchner Versicherungskonzern erst Anfang Februar dieses Jahres vollzogen. Gemeinsam mit der Bank of America Merrill Lynch wurden die zwei benachbarten Windfarmen Roosevelt (250 Megawatt) und Milo (49,65 Megawatt) im Bundesstaat New Mexico erworben. Die insgesamt 150 Windturbinen produzieren genügend saubere Energie, um 170.000 Haushalte in New Mexico zu versorgen. Beide Projekte sind bereits operativ. 
„Diese Investition ist ein wichtiger erster Schritt für uns am US-Markt. Mit der Verlängerung der Production-Tax-Regelung hoffen wir, lang- und mittelfristig weitere Investitionen tätigen zu können“, so Jones. 
portfolio institutionell newsflash 31.03.2016/Kerstin Bendix
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