Investoren
29. Juni 2022

Die meistgelesenen Artikel im ersten Halbjahr 2022

Das erste Halbjahr war prall gefüllt mit brennenden Themen. So standen neben Immobilienrisiken auch die komplexen Anlagepläne deutscher Investoren im Blickfeld.

Was man in Stellenausschreibungen so alles erfahren kann: Die Alte-Leipziger-Hallesche-Gruppe will ein Private-Equity-Portfolio aufbauen. Für diese Aufgabe sucht der Versicherer nun Personal. Kernaufgabe sei es, gemeinsam mit dem Investmentteam im Zentralbereich Aktien/Renten/Cash die Asset-Klasse Private Equity aufzubauen und aktiv zu steuern. Diese Nachricht war bei unseren Lesern im ersten Halbjahr sehr gefragt und landete in der Liste der meistgelesenen Artikel auf Rang zehn.

Die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) und die Amundi Deutschland GmbH gaben im Februar 2022 ihre Zusammenarbeit bei der Auflage eines Green, Social and Sustainable Bond Mandats über eine Milliarde Euro bekannt. Die Nachricht erreichte Platz neun in unserem portfolio-institutionell-Ranking.

Damit kommen wir zu Platz acht, zu einem Bericht aus unserer Print-Ausgabe: „Bestandsimmobilien auf den Klimapfad bringen“. Und darum geht es: Der Immobiliensektor gilt als einer der Hauptverursacher von CO₂. Dementsprechend sind bei Bestandsimmobilien Sanierungen besonders wichtig. Doch wie ermittele ich den konkreten Sanierungsbedarf für meine Immobilien? Wichtig für Investoren: Ihre CO₂-Ziele umzusetzen und frühzeitig vor stranded assets gewarnt zu sein.

Platz sieben bis vier

Auf dem siebten Platz der meistgelesenen Artikel landete der zum Jahreswechsel veröffentlichte Ausblick „Agenda 2022“ (ebenfalls ein Print-Artikel). Und darum geht es: Auch 2022 sind die Kapitalanleger in Versicherungen, ­Pensionskassen und Versorgungswerken gezwungen, Versicherungsprämien und Beiträge ihrer Mitglieder am Kapitalmarkt ­unter großem Druck anzulegen. Eine Umfrage zum Wo und Wie.

Der im Mai publizierte Heftartikel „Warum die NÄV ihren Direktbestand umbaut“ beschäftigt sich intensiv mit der Immobilienanlage der Nordrheinischen Ärzteversorgung und ihrer Investment-KG. Auf Rang sechs. Sollte man sich merken!

Und nochmal Immobilien: Anfang Januar veröffentlichte die Finanzaufsicht Bafin Pläne für einen antizyklischen Kapitalpuffer und einen sektoralen Systemrisikopuffer auf mit Wohnimmobilien besicherte Kredite. Bafin-Präsident Mark Branson sieht die Pläne als vorbeugende Risikomaßnahmen: „Mit diesen Kapitalpuffern tragen wir nicht nur den zyklischen Risiken Rechnung, sondern begegnen auch zielgenau den spezifischen Finanzstabilitätsrisiken am Wohnimmobilienmarkt, wo Preis- und Kreditwachstum momentan sehr stark sind.“ Ein wichtiges Thema – auf dem fünften Platz.

Bei unseren Leserinnen und Lesern sehr gefragt war zuletzt auch der Heftartikel „Vom illiquiden Zinstitel zum Private Asset“: Versicherer und Altersversorger stocken Private Markets auf und schmelzen Fixed Income ab, meist zulasten der überwiegend illiquiden Direktanlage. Währenddessen differenziert sich die Fixed-Income-Anlage weiter aus, sowie ebenso die Art der im Aufbau begriffenen Alternatives.

Platz drei bis eins

Platz drei geht an ein Admin-Thema: „Universal-Investment gründet KVG für BVK“, publiziert Ende März. Universal-Investment wird für die Bayerische Versorgungskammer (BVK) eine Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) gründen. Laut einer Mitteilung trägt die neue Gesellschaft den Namen UI BVK KVG.

Diese Top-News ist im Mai auf einer Konferenz des BAI publik geworden: Die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) will jetzt auch in alternative Anlagen einsteigen. Auf dem Einkaufszettel der größten deutschen Zusatzversorgungskasse für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes stehen unter anderem Private-Equity-Fonds.

Und die Nachricht, die im ersten Halbjahr besonders oft angeklickt wurde, hat einen erschütternden Hintergrund, den Krieg in der Ukraine: Europäer können russische Wertpapiere nicht mehr an der London Stock Exchange handeln. Der Börsenplatz hat den Handel von 28 Hinterlegungsscheinen (American Depositary Receipts, ADRs) für russische Unternehmen seit dem 3. März ausgesetzt. Zuvor hatte Russlands Zentralbank bereits einheimischen Wertpapierhändlern untersagt, russische Wertpapiere im Besitz von Ausländern zu verkaufen. Vor diesem Hintergrund beschleunigte sich der Kursverfall der vergangenen Tage. So verloren etwa die Anteilsscheine von Gazprom am Vormittag des 2. März 2022 den Großteil ihres Wertes (97 Prozent) und notierten zunächst nur noch bei etwa zwei Cent. Am 21. März 2022 kosteten die Anteilsscheine noch 7,90 US-Dollar.

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