Traditionelle Anlagen
15. Juni 2021

Dividendenstrategien funktionierten auch im Krisenjahr

Über 20 Prozent über zwölf Monate. Scope: Defensivqualitäten machten sich bezahlt.

Dividendenfonds hatten in den vergangenen Monaten mit viel Gegenwind zu kämpfen. Zum einen kürzten oder verschoben viele Unternehmen auf Grund der Corona-Krise ihre Ausschüttungen. Zum anderen hatten Technologieaktien, die sich typischerweise nicht in Dividendenfonds befinden, ein sehr starkes Momentum. Trotzdem erzielten die Fonds der Peergroup „Aktien Welt Dividende“ über ein Jahr bis Ende Mai eine durchschnittliche Performance von 21,8 Prozent. Dies ist einer aktuellen Analyse von Dividendenfonds aus dem Hause Scope zu entnehmen.

Wie die Scope-Analysten berichten, liegen die knapp 22 Prozent zwar deutlich hinter dem globalen Aktienmarkt (gemessen am „MSCI World Index“ mit 28,9%) zurück, „dennoch ist es eine beachtliche Performance – vor allem auch im Vergleich zum Peergroup-Index „MSCI World High Dividend Yield“ mit 19 Prozent“. Zudem habe sich risikoseitig der defensive Charakter der Dividenden-Peergroup bestätigt. Über drei Jahre fielen die Volatilität des Peergroup-Durchschnitts und der Benchmark mit jeweils -15,2 Prozent gegenüber den globalen Aktienmärkten mit -16,9 Prozent geringer aus.

Zweistellige Renditen über fünf Jahre

Den veröffentlichten Ranglisten ist zu entnehmen, dass es drei Fonds gelang, über fünf Jahre im Schnitt jährlich eine zweistellige Rendite zu erzielen. Dabei handelt es sich um Vehikel von JP Morgan, Jupiter und M&G. Lobend betonen die Autoren auch die Leistung des Guinness Global Equity Income, der zu den Fonds mit der besten risikobereinigten Performance der Peergroup zählt.

Weitere Angaben des Researchs betreffen Kosten und Volumina der Fonds. Im Schnitt liegen die Kosten für die Dividendenfonds bei 1,55 Prozent. Der Branchenführer nach Volumen ist die DWS. Deren Dividendenfonds bringt 18 Milliarden Euro auf die Waage und vereint damit ein Viertel aller Peergroup-Assets. Ebenfalls auffällig ist, dass die 20 größten Fonds über 80 Prozent des Gesamtvolumens darstellen.

Als Fazit zieht Scope unter anderem, dass sich die Qualitätskriterien, die viele aktive Manager nutzen, sich insbesondere in 2020 positive bemerkbar machten. „Beispielsweise werden von den meisten aktiven Managern zusätzlich zur Dividendenrendite auch Aspekte wie finanzielle Stärke, nachhaltige Ausschüttungsquoten und stabile oder steigende Dividendenzahlungen berücksichtigt, was dabei hilft Value- beziehungsweise Dividenden-Fallen zu vermeiden“, analysiert Scope.

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