Asset Management
25. Juli 2022

DWS beteiligt sich an Glasfaser-Spezialisten

Die Deutsche-Bank-Tochter DWS kauft einen Anteil an der Deutschen Giganetz. Daran zeigt sich: Infrastrukturanlagen gewinnen weiter an Bedeutung.

Die Fondsgesellschaft DWS operiert mehr und mehr auch im Bereich weniger liquider Infrastrukturinvestments. Das zeigt die aktuelle Beteiligung des börsennotierten Vermögensverwalters an der Deutschen Giganetz, einem Glasfaser-Infrastruktur-Anbieter in der Rechtsform der GmbH.

Laut einer Mitteilung des Unternehmens wird die DWS neben Infrared Capital Partners, einem auf Infrastruktur spezialisierten Asset Manager, zweiter Großinvestor der Deutschen Giganetz. Allerdings muss die EU-Kommission dem Plan noch zustimmen. Grund dafür sind die schwergewichtigen Muttergesellschaften der beteiligten Investoren. Dabei handelt es sich im Fall der DWS um die Deutsche Bank als Mehrheitsaktionärin. Muttergesellschaft von Infrared wiederum ist der kanadische Versicherungskonzern Sun Life Financial.

Glasfaseranschlüsse in Deutschland

„Mit DWS und InfraRed haben wir zwei sehr große und erfahrene Investoren für ein langfristiges Wachstum an unserer Seite, die es uns durch die zugesagten Investments ermöglichen, den ursprünglichen Businessplan deutlich zu übertreffen“, erklärt Jan Georg Budden, CEO der Deutschen Giganetz. Mit einem geplanten Investitionsvolumen von drei Milliarden Euro war es seinen Angaben zufolge bislang Ziel des Unternehmens, mehr als eine Million Haushalte mit einem Glasfaseranschluss direkt bis in die Wohnung des Kunden zu verlegen. Budden sagt, man habe Kooperationen mit über 100 Städten und Gemeinden sowie den beiden Regionen Heilbronn-Franken und Frankfurt-Rhein-Main für den flächendeckenden Ausbau von hochwertigen Glasfasernetzen vereinbart.

Thomas Kalthöfer, Senior Principal für Infrastrukturinvestitionen bei der DWS, kommentiert, dass die Deutsche Giganetz dazu beitrage, schnelle, zuverlässige und effiziente Glasfaser- und Hochgeschwindigkeits-Internetanschlüsse bereitzustellen. Zur Höhe der Beteiligung und zum Kaufpreis der Anteile machte die Deutsche Giganetz keine Angaben.

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