Versicherungen
11. November 2020

Eiopa warnt vor hohen Makrorisiken

Kredit- und Solvenzrisiken auf mittlerem Niveau. Versicherungen profitieren von stabileren Finanzmärkten.

Die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (Eiopa) hat ihr aktualisiertes Risiko-Dashboard, das auf den Solvency-II-Daten des zweiten Quartals 2020 basiert, veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Risikoexponierung des Versicherungssektors der Europäischen Union im Vergleich zur Risikobewertung vom Juli leicht gesunken ist. Die Versicherer sind laut dem Dashboard insbesondere sehr hohen Makrorisiken ausgesetzt, während die Markt-, Kredit-, Rentabilitäts- und Solvenzrisiken auf ein mittleres Niveau gesunken sind. Die Risikobewertung berücksichtigt jedoch nicht den Ausbruch der zweiten Welle der Pandemie.

Die Stabilisierung der Finanzmärkte am Ende des dritten Quartals 2020 hat aus Eiopa-Sicht die herausfordernde Situation für die europäischen Versicherer teilweise entschärft: Die Markt- und Kreditrisikoindikatoren haben sich Ende September 2020 stabilisiert. Die Kursdifferenz zwischen den Aktien und den wirtschaftlichen Aussichten geben weiterhin Anlass zur Sorge, da sie zu starken Bewertungsanpassungen führen könnte.

Rentabilitäts- und Solvenzrisiken sind, wie die Aufsichtsbehörde berichtet, auf ein mittleres Niveau gesunken. Das SCR-Verhältnis für Gruppen hat sich vom ersten auf das zweite Quartal 2020 leicht verbessert und liegt weiterhin auf einem niedrigeren Niveau als im letzten Quartal 2019. Alle Halbjahres-Rentabilitätsindikatoren, zu denen nun auch die ersten Monate der Covid-19-Krise und ihre Auswirkungen auf die Finanzerträge gehören, zeigen die erwarteten Anzeichen einer Verschlechterung.

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