Strategien
7. Juni 2016

ERK besticht mit ihrer Portfoliostruktur

Rückblick portfolio institutionell Awards 2016.

Die Evangelische Ruhegehaltskasse (ERK) in Darmstadt gehört zur Gruppe der besonders bemerkenswerten Investoren, die in diesem Jahr gleich mehrere Awards abräumen konnten. Die Altersvorsorgeeinrichtung setzte sich nicht nur bei den Pensionskassen als ­Sieger durch, sondern auch in der Kategorie „Beste Portfoliostruktur“. Und punkten konnten sie in der zweiten Kategorie gleich in doppelter Hinsicht: Sowohl inhaltliche als auch organisatorische Aspekte der Asset Allocation im Hinblick auf die strategischen Ziele der Ver­mögensanlage in der jeweiligen Organisation stießen bei der Jury auf großes Interesse.

In ihrer Laudatio loben die Jurymitglieder Professor Dr. Dietmar Franzen (Frankfurt University of Applied Sciences), Professor Dr. Olaf Stotz (Frankfurt School of Finance & Management) und Dr. Torsten Köpke (Aon Hewitt) ­insbesondere die sehr schlanke und effiziente Organisation des Anlageprozesses. Weniger als eine Handvoll Mitarbeiter sei für die Verwaltung des Vermögens von mehr als drei Milliarden Euro verantwortlich. Durch die gezielte Auswahl und das permanente Monitoring externer Know-how-Träger sei es der Pensionskasse ­gelungen, die Vorgaben der strategischen Asset Allo­cation erfolgreich umzusetzen. Zur Strategie der ­Südhessen gehört dabei insbesondere auch die Berücksichtigung ethisch-nachhaltiger Kriterien bei der Vermögensanlage, die konsequent auf allen Ebenen und im Controlling berücksichtigt werden.

Diese Ziele leiten sich aus der Rolle als kirchliche Institution ab, merken die Juroren an. Dabei beschränkt sich die Evangelische Ruhegehaltskasse in Darmstadt nicht nur auf die Anwendung von ­Ausschlusskriterien, sondern nimmt in einem positiven Sinne die Rolle eines aktivistischen Investors ein, der sein Mandat nutzt, um durch die Ausübung von Stimmrechten und im Dialog mit Unter­nehmen auf Veränderungen hinzuwirken. Die Berücksichtigung ethisch-nachhaltiger Kriterien erstrecke sich auf alle Asset-Klassen, lobt die Fachjury. Und sie fügt unmissverständlich ­folgenden Hinweis hinzu: „Der Erfolg der vergangenen Jahre zeigt, dass die Berücksichtigung ethisch-nachhaltiger Kriterien nicht im Zielkonflikt mit den klassischen Zielen der Vermögensanlage steht.“
 
Den Award „Beste Portfoliostruktur“ überreichte Susanne Ballauff, Geschäftsleiterin bei Wellington ­Management International, an Klaus Bernshausen, Vorstand der Evangelischen Ruhegehaltskasse in Darmstadt.

portfolio institutionell, Ausgabe 05/2016

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