Immobilien
7. Juni 2011

Ernst & Young: Versicherer setzen 2011 auf Immobilien

Im Durchschnitt will jedes Unternehmen 270 Millionen Euro neu anlegen.

STUTTGART – Die Unternehmen der deutschen Assekuranz wollen noch in diesem Jahr kräftig in Immobilien investieren, auch weil sie sich davon etwas höhere Renditen versprechen. Das zeigt eine neue Studie von Ernst & Young Real Estate.

Laut dieser sind in diesem Jahr Immobilieninvestments von durchschnittlich 385 Millionen Euro geplant und damit knapp 31 Prozent mehr als im Vorjahr. Demgegenüber stehen geplante Verkäufe von durchschnittlich 118 Milliarden Euro, so dass ein Versicherer oder eine Pensionskasse 2011 rund 270 Milliarden Euro neu allokieren wird.

Für die Studie hat Ernst & Young 40 Unternehmen der Assekuranz befragt, die jeweils einen durchschnittlichen Immobilienbestand von 2,2 Milliarden Euro haben.

_Höhere Renditeerwartungen sind der Hauptgrund für die Neuinvestitionen

Der Hauptgrund für das starke Interesse an Immobilien ist die Renditeerwartung. Laut Ernst & Young rechnen die befragten Versicherer und Pensionskassen für 2011bei Direktanlagen mit einer Performance von 5,1 Prozent nach 4,8 Prozent 2010. Bei indirekten Investments liegt die Renditeerwartung leicht über dem Vorjahresniveau bei 5,9 Prozent.

Im Fokus der befragten Anleger stehen wie in den vergangenen Jahren auch Büro-, Einzelhandels- und Wohnobjekte. Der Blick richtet sich dabei auf Standorte in Deutschland und den etablierten Märkte Europas.

Wie Ernst & Young weiter mitteilte, spielt das EU-Regelwerk Solvency II derzeit keine Rolle bei den Investmententscheidungen der Assekuranz. Im April wurde bekannt, dass die neue EU-Versicherungsaufsicht Eiopa den europäischen Versicherern zunächst eine zu hohe Eigenkapitalquote für Immobilienanlagen unter Solvency II unterstellt hatte (siehe frühere Meldung).

portfolio institutionell newsflash 08.06.2011/jan/kbe

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