Investoren
22. Februar 2021

ESG-Anlagen fördern Transformation der Wirtschaft

CRIC-Umfrage mit institutionellen Asset Ownern. Institutionelle Investoren als Treiber.

Nachhaltige Geldanlagen setzen sich mehr und mehr durch. Der Frage, ob mit nachhaltigen Geldanlagen eine Transformation hin zu nachhaltigen Wirtschaftsweisen tatsächlich unterstützt werden kann, ist das Corporate Responsibility Interface Center (CRIC), ein Verband, in dem unter anderem kirchliche institutionelle Investoren organisiert sind, im Rahmen einer Umfrage nachgegangen. Demnach stimmten 89,2 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass ethisch-nachhaltige Investments grundsätzlich zu einem Transformationsprozess hin zu nachhaltigen Wirtschaftsweisen beitragen können. Der Frage, ob sie dies auch aktuell tun, stimmten jedoch weniger Befragte zu: Immerhin 12,8 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die ethisch‐nachhaltige Geldanlage aktuell keinen Beitrag zur Transformation der Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit leistet.

Die institutionellen Investoren werden der Umfrage zufolge zu den wichtigsten Treibern gezählt, wenn es darum geht, die Wirtschaft mittels ethisch-nachhaltiger Geldanlagen nachhaltiger zu machen, nach der Zivilgesellschaft (Platz 1) und der Wissenschaft (Platz 2). Damit sehen die Befragten die Rolle institutioneller Investoren als bedeutender an wie beispielsweise die Rolle der Finanzwirtschaft (4), privater Investoren (5) oder der EU-Politik (6).

Nationale Politik als Bremser

Demgegenüber wird als größter Bremser einer solchen transformatorischen Kraft die nationale Politik gesehen – gefolgt von der Realwirtschaft. Die EU-Politik wird aber mit Abstand als der wichtigste Akteur eingestuft, wenn es konkret um die Förderung nachhaltiger Wirtschaftsweisen durch ethisch-nachhaltige Geldanlagen geht.

An der Umfrage nahmen rund 220 Personen aus dem deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) teil, wobei der Schwerpunkt auf Deutschland lag. Elf Prozent von ihnen waren institutionelle Asset Owner, 23 Prozent Asset Manager, 27 Prozent Finanzdienstleister und 16,5 Prozent private Investoren, gefolgt von NGOs und Verbänden mit 8,5 Prozent und Wissenschaft (sieben Prozent).

Mit dem Stimmungsbarometer möchte CRIC einen Beitrag zu einer Qualitätsdebatte bei ethisch-nachhaltigen Geldanlagen leisten. CRIC-Vorstandsvorsitzender David A. Reusch: „Das Ziel dieses Stimmungsbarometers ist es nicht, exakte Antworten oder Zahlen zu liefern, sondern wichtige Fragen zu stellen und darüber zu diskutieren, ob die zunehmende Akzeptanz nachhaltiger Geldanlagen auch tatsächlich dazu führt, unsere Welt besser zu machen.“

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