Strategien
24. August 2021

ESG-Integration beliebt, Greenwashing gefürchtet

Schroders-Umfrage unter institutionellen Investoren zu Nachhaltigkeit. Datenthema wird wichtiger.

Die große Mehrheit institutioneller Anleger sieht sich bei Nachhaltigkeitsbezogenen Investments vor Herausforderungen gestellt. Das finden 80 Prozent der Investoren einer weltweiten Umfrage des Asset Managers Schroders. Die Sorge der Anleger vor Greenwashing (59 Prozent im Vergleich zu 2020: 60 Prozent) und der Mangel an Transparenz und Daten im Zusammenhang mit nachhaltigen Investitionen (53 Prozent, 2020: 48 Prozent) sind nach wie vor die Hauptthemen der Investoren im Hinblick auf eine erfolgreiche Einführung nachhaltiger Investitionen, wobei das Daten-Thema im Vergleich zum Vorjahr an Relevanz gewonnen hat.

Ein weiteres Kernergebnis der Studie ist, dass 67 Prozent der Anleger die Integration von ESG-Aspekten in den Anlageprozess bevorzugen, um Nachhaltigkeit umzusetzen. Gleich an nächster Stelle folgt das Positiv-Screening mit 58 Prozent. Integrative Ansätze werden zunehmend als ein wichtiger Aspekt angesehen, um Veränderungen zu erreichen oder voranzutreiben. Auch verzeichnen Themen-Investments und Impact Investing in der diesjährigen Umfrage eine steigende Beliebtheit. Die Anleger suchen nach spezifischen Umwelt- und Sozialthemen und wollen durch ihre Investitionen greifbare Auswirkungen erzielen.

Die Befragung wurde im Februar und März 2021 durchgeführt, Schroders befragte dafür und 750 institutionelle Investoren – darunter Pensionsfonds, Versicherungsgesellschaften, öffentliche Institutionen, Privatbanken, Stiftungen und Stiftungsfonds, die zusammen für ein Vermögen von 26,8 Billionen US-Dollar verantwortlich sind. 204 der befragten Investoren haben ihren Sitz in Nordamerika, 275 in Europa, 205 im asiatisch-pazifischen Raum und 66 in Lateinamerika.

Nach wichtigen Engagement-Themen gefragt, äußerten sich 64 Prozent der Befragten dahingehend, dass die Beschäftigung mit Umweltthemen wie dem Klimawandel oder der Nutzung fossiler Brennstoffe die wichtigsten Stewardship-Themen sind. Inmitten der Corona-Pandemie, wo viele Menschen ihren Arbeitsplatz verloren haben, steht die Mitarbeiterführung (61 Prozent) wenig überraschend an zweiter Stelle. An dritter Stelle steht mit 60 Prozent das Thema Management.

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