Impact Investments in Land und Forst

Einerseits muss die Landwirtschaft die Weltbevölkerung zu bezahlbaren Preisen satt machen und andererseits entfällt ein Großteil der CO₂-Emissionen auf die ­landwirtschaftliche Produktion. Die generationenübergreifende Forstwirtschaft gilt als Schlüssel zur Klimaneutralität und zur Wahrung der Biodiversität.
fair-finance ist als österreichische betriebliche Vorsorgekasse Vorreiterin einer aktiven, Impact-generierenden und nachhaltigen ­Kapitalanlage. Im Sinne einer breiten Risikostreuung diversifiziert fair-finance das Vermögen mit nicht-korrelierenden Impact-starken Asset-Klassen, die einen messbaren Beitrag zur Lösung sozialer und ökologischer Probleme leisten. So werden Immobi­lienanlagen anhand eines eigenen Rat­ings ausgewählt, wobei wir die vier Hauptkriterien Standort, Baustoffe, Ressourcen und Ethik gleichgewichten. Social Impacts über Mikrofinanzfonds sind seit Jahren eine vergleichsweise hoch gewichtete Asset-Klasse. Seit 2020 halten wir Beteiligungen an Sozialunternehmen als noch kleine Social-Private-Equity-Klasse. Neu sind direkte Investitionen in nachhaltige Land- und Forstwirtschaft. Dabei steht nicht Rendite­maximierung im Vordergrund – es geht im Gegenteil darum, ­naturnahe Böden als Klimapuffer und CO₂-Speicher zu erhalten und der Flächenversiegelung entgegenzuwirken.
Zuletzt wurde ein Investment in ein Rinderzuchtmodell getätigt. In kleinbäuerlichen Betrieben in der DACH-Region mit ethischer Zuchtmethode, einer vorgegebenen lebenswerten Haltung sowie bestimmten Fütterungskriterien. Diese Regionalität erspart den CO₂-intensiven Lebendtiertransport aus Übersee und verhindert dort die Abholzung der Wälder für die Futtermittelproduktion. Die artgerechte, nachhaltige Weidehaltung hat zudem das Potential, entsprechend Kohlenstoff zu speichern. Im Sinne der 17 SDG-Ziele leistet dieses Investment einen expliziten Beitrag zu den Zielen 12 (Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster), 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) und 15 (Leben an Land).
Aktuell wird der Erwerb eines Bauernhofs im Salzkammergut mit einer Fläche von circa 40 Hektar Wald und Wiesen geprüft. Der Hof soll ökologisch bewirtschaftet werden und eine auf Eigenproduktion ausgerichtete Jausenstation und Erholungsmöglichkeit zum Beispiel für Burn-Out-Betroffene und -Gefährdete anbieten. Zusätzlich wird hier das Ziel 3 (Gesundheit und Wohlergehen) ­angesprochen. Mittels direkter Investments ist es möglich, eine unmittelbare, direkte Wirkung zu erzielen und im Sinne einer ­„Theory of Change“, eine Veränderung zum Besseren herbeizuführen.

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