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7. August 2026

In 5 Schritten zum Impact Investing

Durch Impact Investing bietet sich Investoren die Chance, Kapital aktiv zur Lösung nachhaltiger Herausforderungen einzusetzen – ohne dabei strukturell auf marktgerechte Renditen verzichten zu müssen. Doch wie gelingt die erfolgreiche Umsetzung in der Praxis? Wer Impact Investing als strategischen Baustein im Portfolio etablieren will, sollte einem strukturierten Prozess folgen.

Das NKI empfiehlt die folgenden Schritte als Basis für eine professionelle, wirkungsorientierte Anlagestrategie:

1. Definition des Impact-Ansatzes: Startpunkt ist die klare Definition der zu adressierenden sozialen oder ökologischen Probleme, beispielsweise orientiert an den 17 SDGs. Zudem bedarf es einer strategischen Grundsatzentscheidung: Steht die marktgerechte Rendite im Vordergrund („Finance First“) oder wird für maximale Wirkung eine geringere Rendite akzeptiert („Impact First“)? Für die meisten Anleger ist „Finance First“ der praktikabelste Einstieg.

2. Integration in die Anlagerichtlinien: Gute Absichten müssen institutionalisiert werden. Die formulierten Impact-Ziele gehören zwingend in die Investment Guidelines. Das schafft Verbindlichkeit, definiert klare Handlungsspielräume für das Portfoliomanagement und schützt Finanzverantwortliche vor Haftungsrisiken.

3. Auswahl passender Anlageklassen und -produkte: Die Umsetzung variiert je nach Anlageklasse. Die Bandbreite reicht von liquiden Instrumenten (Green/Social Bonds, spezielle Aktienfonds, Mikrofinanz) bis zu illiquiden Anlagen (Immobilien, Renewables, Private Equity und Private Debt). Grundregel: Je spezifischer das Wirkungsziel, desto komplexer die Suche nach passenden Anlagevehikeln.

4. Wirkungsmessung und Reporting: Eine Anlage wird erst durch mess- und damit nachweisbare Ergebnisse zum Impact Investment. Investoren müssen von ihren Asset Managern ein transparentes, datenbasiertes Reporting einfordern. Dafür gilt es, vorab klare Key Performance Indicators (KPIs) zu definieren.

5. Systematisches Monitoring: Impact Investing ist ein hochdynamisches Feld. Regulatorische Vorgaben (wie die SFDR), Messmethoden und innovative Produkte entwickeln sich stetig weiter. Anleger müssen diese Rahmenbedingungen kontinuierlich monitoren und interne Prozesse regelmäßig auf den Prüfstand stellen. Fazit: Impact Investing ist längst kein Nischenthema mehr. Mit diesem fünfstufigen Prozess können wirkungsorientierte Investoren ihr Portfolio zukunftssicher aufstellen, Risiken diversifizieren und messbaren Mehrwert für Gesellschaft und Umwelt schaffen.

Axel Wilhelm, Geschäftsleitung, NKI – Institut für Nachhaltige Kapitalanlagen

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