Recht, Steuer & IT
14. September 2020

EU-Kommission erhöht Klimaziele

Reduktion der CO2-Emissionen um 55 Prozent. Betroffen sind verschiedene Sektoren.

Die EU-Kommission verschärft ihre Klimaziele. Wie das Handelsblatt berichtet, sieht der Klimaplan der Kommission vor, die CO2-Emissionen bis 2030 gegenüber 1990 um 55 Prozent zu reduzieren. Damit gehe die Behörde an die obere Grenze ihrer Ankündigungen. In den vergangenen Monaten war stets von einer Spanne von 50 bis 55 Prozent die Rede. Das derzeit noch gültige Reduktionsziel beträgt 40 Prozent.

Um das 55-Prozent-Ziel zu erreichen, plant die EU-Kommission unter anderem, den Emissionshandel nachzuschärfen. Man werde den linearen Reduktionsfaktor überprüfen, zitiert das Handelsblatt aus dem Papier der Kommission. Betroffen wären die Sektoren Industrie und Energie, die zur Teilnahme am Emissionshandel verpflichtet sind.

Emissionshandel im Fokus

Außerdem soll das Emissionshandelssystem den Plänen der Kommission zufolge auf den Gebäudesektor und den Straßenverkehr ausgeweitet werden. Das hatte Kommissionspräsidentin von der Leyen bereits mit dem Green Deal angekündigt. „Die Erfassung aller Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe und deren Integration in den Emissionshandel würde wichtige Vorteile mit Blick auf Wirksamkeit und verwaltungstechnische Machbarkeit bieten“, heiße es in dem Kommissionspapier zur Begründung. Im Juni kommenden Jahres will die Kommission konkrete Richtlinienentwürfe vorstellen.

Nicht zuletzt ist aber auch die Automobilindustrie von den Plänen betroffen. So will die EU-Kommission die CO2-Flottengrenzwerte, die ab 2021 für Pkw gelten sollen, noch einmal verschärfen.

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