Investoren
2. September 2026

EZVK besetzt Schlüsselfunktion

Der Versicherungsmathematiker Marcus Keller ist neuer Abteilungsleiter Aktuariat. Der promovierte Physiker tritt in die Fußstapfen von Stephan Mattes.

Bei der Evangelischen Zusatzversorgungskasse (EZVK) in Darmstadt hat es eine personelle Veränderung im Aktuariat gegeben. Wie die EZVK mitteilte, hat der Versicherungsmathematiker Dr. Marcus Keller bereits am 1. Juli 2026 seine Tätigkeit als Abteilungsleiter Aktuariat begonnen. Gleichzeitig bestellte ihn der Aufsichtsrat zum Verantwortlichen Aktuar der Kasse. Damit besetzt er eine Schlüsselfunktion.

Der Verantwortliche Aktuar hat die Finanzlage der EZVK daraufhin zu prüfen, ob die eingegangenen Verpflichtungen dauerhaft erfüllt werden können. Die Aufgaben dieser Funktion ergeben sich aus den gesetzlichen Anforderungen des Versicherungsaufsichtsgesetzes, wie die Kasse erklärte.

Nachfolger von Stephan Mattes

Marcus Keller ist promovierter Physiker und Aktuar DAV (Deutsche Aktuarvereinigung). Er verfügt den Angaben zufolge über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Versicherungsmathematik. Zu seinen beruflichen Stationen zählen international tätige Versicherungskonzerne, darunter die Axa.

Zuletzt ist er nach Angaben der EZVK bei der ACM Deutschland AG als Verantwortlicher Aktuar tätig gewesen. Dabei handelt es sich um die deutsche Tochtergesellschaft des französischen Versicherungsunternehmens Assurances du Crédit Mutuel (ACM). Dort habe Keller das Aktuariat aufgebaut und die Lebensversicherungsprodukte des Unternehmens betreut, heißt es.

Bei der EZVK folgt Keller auf Stephan Mattes, der die Funktion des Verantwortlichen Aktuars mehr als sechs Jahre lang ausgeübt hat. Mattes ist zum 1. Juli 2026 in den Vorstand der Pensionskasse Rundfunk gewechselt.

„Ausgewiesener Experte“

Georg von Hinüber, als Vorstandsmitglied der EZVK auch verantwortlich für die Versicherungsmathematik der Kasse, kommentiert: „Mit Herrn Dr. Keller übernimmt ein ausgewiesener Experte die Funktion des Verantwortlichen Aktuars. Seine fachliche Kompetenz und seine langjährige Erfahrung werden dazu beitragen, die Stabilität und Zukunftsfähigkeit der EZVK nachhaltig zu stärken.“

Keller freut sich auf die neue Herausforderung: „Verlässlichkeit, Verantwortung und langfristige Sicherheit stehen bei der EZVK im Vordergrund. Das empfinde ich als sinnstiftend. Gemeinsam mit meinem Team möchte ich dazu beitragen, einen echten Mehrwert für die Altersversorgung der Mitarbeitenden in Kirche und Diakonie zu schaffen.“

Die EZVK ist eine von drei Zusatzversorgungskassen der evangelischen Kirchen in Deutschland. Sie bezeichnet sich als Spezialistin für die betriebliche Altersversorgung in Kirche und Diakonie und arbeitet ausschließlich im Kapitaldeckungsverfahren. Das bedeutet: Jeder Beitrag, den die Arbeitgeber für ihre Beschäftigten oder diese selbst für ihre freiwillige Zusatzrente an die Kasse leisten, dient dem Aufbau des für die späteren Rentenleistungen erforderlichen Vermögens.

Am Ende des Geschäftsjahres 2024 wies die EZVK Kapitalanlagen im Buchwert von 13 Milliarden Euro aus. Die Anlagestrategie ist langfristig ausgerichtet und sieht eine breite Diversifikation über verschiedene Anlagearten vor. Die Kapitalanlagen unterteilen sich in festverzinsliche Anlagen (Quote per 31. Dezember 2024: 42,3 Prozent ), Aktieninvestments (21,4 Prozent) und alternative Investments (36,3 Prozent).

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