Immobilien
17. Februar 2020

Family Offices wollen Immobilienquote ausbauen

Catella: Single Family Offices eher selektiv und opportunistisch. Private wollen höhere Risiken und Sozialimmobilien.

Bei den Immobilienstrategien von Family Offices kommt Rendite vor Kapitalerhalt. Zudem wollen Family Offices ihren Immobilienanteil von heute 34 Prozent bis 2025 auf 42 Prozent erhöhen und werden so zu noch stärkeren Konkurrenten von institutionellen Investoren. Knapp die Hälfte der Befragten ist schwerpunktmäßig im Bereich Core+ investiert, gefolgt von Core und Value Add. Dies geht aus einer Studie von Catella Research unter Single und Multi Family Offices hervor. Catella Research hat im November/Dezember 2019 auf Basis von Expertengesprächen und Datenbankanalysen rund 80 Family Offices auf ihre Immobilienaktivitäten hin analysiert.

Gemäß der Studie agieren Single Family Offices eher selektiv und opportunitätsgetrieben, mit einem hohen Real-Estate-Anteil. Multi Family Offices hingegen sind insgesamt stärker auf Alternative Investments fokussiert und damit auch geografisch selektiver.

Immobilieninvestments nach Segmenten

Derzeit stellt der Büromarkt die beliebteste Asset-Klasse dar, dicht gefolgt von Wohnen. Die größte Nachfragesteigerung wird bei Sozialimmobilien von aktuell 22 auf 62 Prozent innerhalb der kommenden fünf Jahre erwartet. Auch bei Hotels und Wohnen wird die Investmentaktivität zunehmen, aber auf einem geringeren Niveau. Zwei Drittel der FOs sind im Lebensmitteleinzelhandel investiert. Der stärkste Rückgang wird für Retail erwartet. Die Risikoorientierung verschiebt sich eindeutig in Richtung Value-Add-Investments, während Core-Objekte im Jahr 2021 ein negatives Nettosaldo aufweisen werden.

Wie der Studie zudem zu entnehmen ist, liegt das Transaktionsvolumen je Objekt bei 70 Prozent der Befragten unter zehn Millionen Euro. Mit 92 Prozent dominieren Direktinvestitionen, gefolgt von Club Deals (38 Prozent) und strategischen Allianzen (15 Prozent). Der niedrige LTV von 43 Prozent zeigt für die Studienautoren, dass die Immobilien stabil finanziert werden. Dagegen liegt dieser Wert bei institutionellen Investoren laut Catella bei 70 Prozent.

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