Recht, Steuer & IT
29. Januar 2021

Felix Hufeld muss gehen

BMF: Bafin braucht Re-Organisation und personellen Neustart. Einvernehmliche Trennung.

Lange schien es so, dass sich Bafin-Präsident trotz des Skandals um die Wirecard AG auf seinem Posten würde halten können. Am Freitagnachmittag verkündete das Bundesfinanzministerium jedoch das Aus für Hufeld.

Der Skandal habe offenbart, dass die deutsche Finanzaufsicht eine Re-Organisation braucht, um ihre Aufsichtsfunktion effektiver erfüllen zu können. Dazu, so die Pressemitteilung, hat das Bundesministerium der Finanzen im Herbst eine Untersuchung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse in der kommenden Woche präsentiert werden. Wörtlich teilt das BMF weiter mit: „Das Bundesministerium der Finanzen und der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht haben heute in einem gemeinsamen Gespräch die Lage erörtert und sind einvernehmlich zu dem Entschluss gekommen, dass es dafür neben organisatorischen Veränderungen auch einen personellen Neustart an der Spitze der Bafin geben sollte.“

Bundesfinanzminister Olaf Scholz erklärt: „Ich bedanke mich ausdrücklich bei Felix Hufeld für sein großes Engagement an der Spitze der BaFin in den vergangenen acht Jahren. Er hat die Finanzdienstleistungsaufsicht in Deutschland und Europa in dieser Zeit maßgeblich geprägt und entscheidend vorangebracht. Die geplante organisatorische Reform der Bafin verbinden wir mit einem personellen Neuanfang.“

Felix Hufeld teilt mit: „Ich habe acht Jahre, davon sechs Jahre als Präsident, an der Spitze der BaFin wirken dürfen. Für das mir dabei entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich sehr. Die Bafin hat sich dabei signifikant weiterentwickelt und in vielfacher Hinsicht an Relevanz gewonnen. Nun gilt es weitere Aufgaben anzupacken, für deren Bewältigung ich meinem Nachfolger oder Nachfolgerin nur das Beste wünsche.“

Auch Roegele muss sich verabschieden

Ebenfalls auf eine Trennung verständigten sich das BMF und die Exekutivdirektorin für Wertpapieraufsicht der Bafin, Elisabeth Roegele. Die anstehende Neuaufstellung der Bafin und des Geschäftsbereichs Wertpapieraufsicht erfordere auch einen personellen Neustart.

Jörg Kukies: „Ich bedanke mich ausdrücklich bei Elisabeth Roegele für ihr großes Engagement als Exekutivdirektorin der BaFin in den vergangenen Jahren. Sie hat die Wertpapieraufsicht in Deutschland und Europa in dieser Zeit mit großem Engagement weiterentwickelt. Die geplante Neuaufstellung der BaFin verbinden wir nun auch mit einem personellen Neuanfang.“

Version vom 1. Februar 2021

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