Alternative Anlagen
22. September 2014

Feri empfiehlt Hedgefonds, Calpers verzichtet auf Hedgefonds

Feri: Investoren nutzen Möglichkeiten nicht aus. Calpers: zu komplex und zu teuer.

Die weltweite Allokation in Hedgefonds ist mit 2,8 Billionen Dollar auf Rekordhöhe und allein in der ersten Jahreshälfte 2014 sammelten Hedgefonds mit netto 57 Milliarden Dollar fast so viel ein wie im Gesamtjahr 2013. Auf diese Zahlen von Hedge Fund Research verwies Feri anlässlich des 3. Feri Hedgefonds-Investmenttag in Bad Homburg. In Deutschland können sich die Investoren dagegen insgesamt noch nicht wieder für Hedgefonds begeistern. „In Deutschland haben einige Pensionskassen bereits ihre Allokationen erhöht. Allgemein sind die institutionellen Investoren allerdings immer noch zurückhaltend, vor allem was Offshore-Vehikel betrifft, die beispielsweise in Kreditverbriefungen investieren", sagte Marcus Storr, Head of Hedge Funds bei Feri. Versicherer, Pensionskassen und Corporates würden trotz hoher Investitionsbereitschaft längst nicht die Möglichkeiten ausnutzen, die der Markt derzeit an Opportunitäten und Diversifikation biete. 
Investitionsmöglichkeiten bieten sich nicht nur über Offshore-Strukturen, sondern auch über höher regulierte Ucits-Hedgefonds. Während amerikanische und skandinavische institutionelle Investoren in sämtliche Hedgefondsvehikel investierten und damit fast alle Kapitalmarktsegmente weltweit nutzten, seien die deutschen Großanleger eher noch zurückhaltend, so die Pressemitteilung von Feri. In Deutschland seien viele institutionelle Investoren zudem aufgrund von Vorgaben des Regulators in ihren Investitionsmöglichkeiten aktuell vor allem auf Staatsanleihen fokussiert. Das bestätigte auch Amin Obeidi, Pension Fund Manager des NSN Pension Trust: „Gerade in einer anhaltenden Niedrigzinsphase sollte institutionellen Investoren mehr Freiraum für ihre Anlageentscheidungen eingeräumt werden", forderte er. Er fügte hinzu: „Hedgefonds bieten die Möglichkeit einer Risikoreduktion in den vielfach politisch getriebenen Märkten.“
Calpers verzichtet auf Hedgefonds
Beim kalifornischen Pensionsfonds Calpers stehen Hedgefonds dagegen auf der Abschussliste. Der größte US-Pensionsfonds hat bislang vier Milliarden Dollar über 24 Hedgefonds und sechs Dach-Hedgefonds investiert. Grund hierfür ist nicht die Performance, wie Interims-CIO Ted Eliopoulos erläutert: „Wir überprüfen laufend, ob wir unsere risikoadjustierten Renditen effizient und kosteneffektiv erreichen. Für einige sind Hedgefonds sicherlich ein praktikabler Weg. Wenn Hedgefonds jedoch mit Blick auf ihre Komplexität, Kosten und der Schwierigkeit, eine für Calpers sinnvolle Größe zu allokieren, bewertet werden, lohnt sich diese Asset-Klasse nicht.“ Calpers hat insgesamt etwa 300 Milliarden Dollar an Assets under Management.
portfolio institutionell newsflash 22.09.2014/Patrick Eisele
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