Recht, Steuer & IT
13. Oktober 2020

Geldstrafen für Banken 2020 bei fast elf Milliarden Dollar

Goldman Sachs führt Geldbußen-Rangliste an. Deutsche Bank auf 7. Platz.

Goldman Sachs ist im Bankensektor eine wichtige Benchmark. Dies gilt auch bezüglich Geldstrafen. Mit 3,97 Milliarden US-Dollar im laufenden Jahr führt Goldman Sachs die Geldstrafen-Rangliste vor Wells Fargo und der australischen Bank Westpac an. Erstellt hat den „Bank Fines 2020 Report“ das Nachrichtenportal Finbold.

Die Deutsche Bank steht mit 148 Millionen Dollar auf Platz 7, die Commerzbank mit 48 Millionen Dollar auf Platz 14. Insgesamt umfasst der Geldbußen-Report 30 Banken. Fällig wurde die Strafe der Deutschen Bank wegen der Causa Jeffrey Epstein, bei der Commerzbank wegen Nachlässigkeiten bei der Geldwäsche-Vorbeugung. Geldwäsche-Vergehen war der häufigste Anlass für Geldstrafen. Die US-Bank Goldman Sachs wurde für ihre wenig rühmliche Rolle in der Affäre um den Malaysischen Staatsfonds bestraft.

Im Ländervergleich dürften die US-Banken mit Geldbußen über insgesamt 7,61 Milliarden Dollar in diesem Jahr nicht mehr von Platz 1 zu verdrängen sein. Insgesamt kommen die Bank fines ytd auf 10,54 Milliarden Dollar. Eingegangen sind in die Statistik jedoch nur Geldstrafen von 500.000 Euro und mehr. Die tatsächlichen Zahlen, so die Autoren, könnten „drastisch höher“ liegen.

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