Versicherungen
2. Februar 2026

Geopolitische Risiken sorgen Eiopa

Kredit- und Liquiditätsbedingungen bleiben stabil – noch. Aufsicht sieht Risiken für Versicherungen „auf mittlerem Niveau“.

Die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (Eiopa) hat Ende der vergangenen Woche ihr Versicherungsrisiko-Dashboard für Januar 2026 veröffentlicht. Die wichtigsten Ergebnisse zeigen, dass die Risiken im europäischen Versicherungssektor auf einem mittleren Niveau stabil bleiben, während ein unsicheres geopolitisches Umfeld die makroökonomischen und marktbezogenen Risikoaussichten belastet. Das Dashboard basiert auf Solvency-II-Daten und fasst die wichtigsten Risiken und Schwachstellen im europäischen Versicherungssektor aus dem dritten Quartal 2025 und dem Jahresende 2024 zusammen.

Auch wenn das makroökonomische Umfeld auf einem mittleren Niveau stabil bleibt, erhöhen anhaltende und sich verschärfende geopolitische Spannungen die Unsicherheit. Diese erschweren laut Eiopa die Aussichten für Handel, Energie und Sicherheit zunehmend. Gleichzeitig könnten höhere öffentliche Ausgaben, insbesondere für Verteidigung und Infrastruktur, den finanzpolitischen Spielraum mittelfristig einschränken.

Warnung vor KI-Blase

Die Finanzmärkte bleiben anfällig für Bewertungsdruck, so die Aufsichtsbehörde. So könnte das mögliche Platzen einer KI-bedingten Vermögenspreisblase die Marktschwankungen verstärken, auch wenn dies nicht unmittelbar zu einem höheren Ausfallrisiko führe. Die Kredit- und Liquiditätsbedingungen wiederum bleiben weitgehend stabil, obwohl – so die Warnung der Eiopa – die Finanzierungsdynamik angesichts erhöhter Emissionen und anhaltender Refinanzierungsbedürfnisse erste Anzeichen von Druck zeigt.

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