Traditionelle Anlagen
18. März 2024

Großanleger stocken Unternehmensanleihen auf

Es gibt eine neue Auswertung der Spezialfonds auf der Plattform von Universal Investment. Sie zeigt, dass Pensionskassen und andere Großanleger zuletzt verstärkt auf Corporate Bonds gesetzt haben.

Institutionelle Investoren haben im letzten Jahr den Anteil von Staatsanleihen in ihren Fondsportfolios reduziert. Im Gegenzug haben sie verstärkt auf Unternehmensanleihen gesetzt, wie eine aktuelle Auswertung der Fondsservice-Plattform Universal Investment zeigt.

In den aggregierten Spezialfonds auf der Plattform von Universal Investment sank der Anteil von Staatsanleihen in den Portfolios von Pensionskassen, Versorgungseinrichtungen, Betriebsrentenkassen oder Stiftungen um rund 0,7 Prozentpunkte, der von Unternehmensanleihen dagegen stieg um rund 1,7 Prozentpunkte.

Bundeswertpapiere sind der größte Posten unter den Staatsanleihen

Deutlich war der Rückgang vor allem bei deutschen Bundesanleihen. Sie machen mit Abstand den größten Posten unter den Staatsanleihen aus.

Ihre Entwicklung war zuletzt von einem Auf und Ab geprägt: Während Bundesanleihen im Jahr 2022, dem Jahr der Zinswende, einen deutlichen Sprung nach oben erlebt hatten, fielen sie zum Dezember 2023 von mehr als 36 Prozent wieder zurück auf etwas über 30 Prozent. Damit liegen sie den Angaben zufolge weit unter dem Stand von mehr als 40 Prozent zu Beginn der Auswertung im Jahr 2011.

Wie die Auswertung von Universal Investment weiter zeigt, liegen Emerging-Markets-Anleihen leicht im Plus. Ihr Anteil legte demnach von knapp 16 auf knapp 17 Prozent zu. Im Vergleich zum Vorjahr sei das zwar keine große Veränderung, räumt der Admin-Spezialist ein. Gleichwohl stünden Schwellenländer über den gesamten Zeitraum der Auswertung hinweg für eine der stärksten Entwicklungen innerhalb der Portfolios überhaupt. Denn zu Beginn der Auswertung 2011 lag ihr Anteil bei rund sechs Prozent.

Ebenfalls im Plus liegen US-Treasuries (von gut elf auf gut zwölf Prozent) sowie französische Anleihen (von rund neun auf knapp elf Prozent). Italienische Anleihen kommen immerhin noch auf knapp vier Prozent, während sich die weitere Peripherie Europas einschließlich Großbritanniens unverändert nahe Null bewegt.

Anleiheposition wird allmählich größer

Die Zinswende der vergangenen zwei Jahre spiegelt sich in den Portfolios institutioneller Investoren auf der Plattform von Universal Investment deutlich wider: Der Anteil von Anleihen steigt seit seinem Tiefpunkt bei rund 36 Prozent im Oktober 2022 langsam, aber kontinuierlich wieder an und erreichte im Dezember 2023 eine Höhe von 38,6 Prozent. Damit bleibt er allerdings weit unter dem Wert von 2012, als Anleihen noch beinahe 57 Prozent der Portfolios ausmachten, wie Universal Investment in Erinnerung ruft.

Im Zehnjahreszeitraum: 3,8 Prozent Gesamtperformance p.a. mit Spezialfonds

Die Spezialfonds auf der Plattform von Universal Investment verzeichnen nach Einschätzung des Unternehmens insgesamt eine gute Wertentwicklung. Zum Stichtag 15. Januar 2024 lag die Gesamtperformance über ein Jahr bei 7,2 Prozent. Über fünf Jahre sind es 4,4 Prozent p.a., für den Zehnjahreszeitraum 3,8 Prozent p.a.

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