Versicherungen
2. März 2026

Gute Jahresergebnisse von Allianz und Munich Re

Allianz managt nun zwei Billionen Euro für Dritte. Munich Re legt für 4,1 Prozent neu an und erhöht Solvenzquote.

Allianz und Munich Re öffneten am Donnerstag ihre Bücher für einen Einblick in das Geschäftsjahr 2025 – und konnten überzeugende Zahlen präsentieren. Dies gilt auch für die Kapitalanlage.

Je Aktie erhöhte sich das bereinigte Ergebnis der Allianz um 12,5 Prozent und dass der Munich Re um 18,8 Prozent. Beide Versicherer wollen ihre Dividenden erhöhen. Die Allianz weist eine Solvency-II-Quote von 218 Prozent aus, die Munich Re von sogar 298 Prozent. Seit 2021, als sich die Solvenz-Quote auf 227 Prozent belief, hat die Rückversicherung diese Kennziffer kontinuierlich erhöht und liegt nun deutlich über der „Ambition 2025“ von maximal 220 Prozent.

„Die Rekordergebnisse der Allianz für 2025 zeichnen sich durch sehr gutes Wachstum in allen Segmenten und hervorragende Profitabilität aus – bei weiter gestärkter Finanzkraft. Dies unterstreicht unsere Fähigkeit, nachhaltigen Wert für unsere Kundinnen und Kunden sowie Aktionärinnen und Aktionäre zu schaffen“, so Claire-Marie Coste-Lepoutre, Finanzvorständin der Allianz SE.

Bei der Allianz belief sich das für Dritte verwaltete Vermögen zum 31. Dezember 2025 auf 1,990 nach 1,920 Billionen Euro im Vorjahr. Damit wurde ein Allzeithoch erreicht. Hervorragende Nettomittelzuflüsse in Höhe von 139 Milliarden Euro und positive Markteffekte in Höhe von 94 Milliarden Euro wurden teilweise durch negative Wechselkurseffekte in Höhe von 170 Milliarden Euro ausgeglichen. Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis verbesserte sich leicht auf 60,7 Prozent und die Erträge aus dem verwalteten Vermögen stiegen währungsbereinigt um zehn Prozent.

Munich Re lobt Aktien und verkauft Anleihen mit Verlust

Die Munich Re bewirtschaftete Ende 2025 zu Buchwerten Kapitalanlagen in Höhe von 222.747 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 230.716 Millionen Euro. Zudem berichtet der Rückversicherer, dass das verbesserte Kapitalanlageergebnis neben der erneut gestiegenen laufenden Rendite vor allem auf deutlich höhere beizulegende Zeitwerte bei den Aktienbeständen zurückzuführen ist. Die Aktienquote einschließlich aktienbezogener Derivate betrug zum 31.12.2025 3,1 Prozent.

Zudem sei bei den Abgängen von Kapitalanlagen ein besseres Nettoergebnis erzielt worden. Abgangsverluste bei festverzinslichen Kapitalanlagen habe man bewusst weiter in Kauf genommen, um bei der Neuanlage vom hohen Zinsniveau profitieren zu können. Gegenläufig entwickelten sich 2025 die beizulegenden Zeitwerte bei den festverzinslichen Kapitalanlagen aufgrund gestiegener Zinsen.

Das Kapitalanlageergebnis im Jahr 2025 entspricht insgesamt einer Rendite von 3,2 Prozent bezogen auf den durchschnittlichen Marktwert des Portfolios. Die laufende Rendite lag bei 3,7 und die Wiederanlagerendite bei 4,1 Prozent. (31.12.2024: 2,9 %).

Außerdem, so die Munich Re, verbreiterten Alternatives die Renditebeiträge. Erwähnt werden Private Credits, Private Equity und Infrastruktur. Zudem habe man taktisch von der steileren Zinsstrukturkurve, Gold, EM Bonds, Währungen sowie japanischen und US-Aktien profitiert.

„Munich Re hat Marktchancen konsequent ergriffen, Erträge gesteigert und gleichzeitig stabiler gemacht. So konnten wir den Ansprüchen all unserer Stakeholder – Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und der Gesellschaft – vollumfänglich gerecht werden“, sagt Christoph Jurecka, Vorsitzender des Vorstands.

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