Strategien
17. September 2019

Haniel will nachhaltig wachsen

Nur noch Geschäftsmodelle mit „Beitrag zu lebenswerter Zukunft“. Direkte Beteiligungen und Beteiligungsfonds.

Haniel stellt sich strategisch und personell neu auf. Künftig will sich der Familienkonzern ausschließlich an Unternehmen beteiligen, die neben den Renditeerwartungen an das Portfolio auch einen positiven Beitrag für eine lebenswerte Zukunft liefern. Dies werde unterstützt durch einen neuen Managementansatz, eine Neuaufstellung der Führungsholding und einen Generationswechsel im Aufsichtsrat.

People, Planet, Progress

Haniel hat sich nach eigenen Angaben dem Ziel verpflichtet, „gute Zukunftsaussichten für viele Generationen zu sichern“. Konkret will sich Haniel dabei an den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen sowie den wirtschaftlichen Megatrends unserer Zeit orientieren. Die strategische Neuaufstellung legt drei Themenfelder fest: People, Planet, Progress. Deshalb werde das Unternehmen nur in Geschäftsmodelle investieren, die einen positiven Beitrag zu einer lebenswerten Zukunft leisten.

Ziel für Gesamtrendite: neun Prozent

Ergänzend zum Schwerpunkt des Beteiligungsportfolios auf etablierte Unternehmen wird Haniel sich mit einem Teil des Investitionsvolumens über Beteiligungsfonds und unter Beachtung der Themen People, Planet, Progress in Unternehmen engagieren, die sich in früheren Phasen der Entwicklung befinden. Damit will Haniel frühzeitiger am Wachstum partizipieren und zusätzlich Diversifizierungschancen nutzen. Für sein Beteiligungsportfolio hat sich Haniel als gewinnorientiertes Unternehmen klare Ziele gesetzt: den Kapitalmarkt zu übertreffen und mittelfristig eine Gesamtrendite von mehr als neun Prozent zu erzielen.

Dazu Thomas Schmidt, Vorstandsvorsitzender von Haniel: „Wir wollen das führende Family-Equity-Unternehmen sein und einen klaren Wachstumspfad einschlagen. Gemeinsam mit unseren Gesellschaftern sowie Kollegen/innen der Holding und der Geschäftsbereiche haben wir einen nachhaltigen Investment-Ansatz entwickelt. Wir setzen auf die Themen, die Menschen langfristig bewegen und leisten so unseren Beitrag für eine lebenswerte Zukunft.“

Haniel bezeichnet sich selbst als Family-Equity-Unternehmen, weil man im eigenen Selbstverständnis die Professionalität des Private-Equity-Business mit dem Werteverständnis eines Familienunternehmens verbindet. Mit der Neuausrichtung wird sich Haniel von einer klassischen Beteiligungsholding zu einem strategischen Architekten wandeln, der aktiv Unternehmen entwickelt.

Erste familienfremde Aufsichtsratsvorsitzende seit 1756

Franz M. Haniel wird Ende April kommenden Jahres das Amt des Vorsitzenden im Aufsichtsrat an Doreen Nowotne übergeben. Doreen Nowotne wird damit die erste familienfremde Aufsichtsratsvorsitzende in der Unternehmensgeschichte.

Doreen Nowotne ist seit April 2018 Mitglied des Aufsichtsrats von Haniel. Sie war insgesamt 13 Jahre im Private-Equity-Geschäft tätig, bei UBS Capital und zuletzt als Partnerin bei BC Partners, und hat sowohl die Akquisition als auch die Entwicklung von Beteiligungsunternehmen verantwortet. Doreen Nowotne ist Mitglied im Aufsichtsrat der Brenntag AG, der Jenoptik AG und der Lufthansa Technik AG.

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