30. November 2011

Helaba Invest holt Lingner an Bord

Bis zum Jahresende wird Ulrich Lingner jedoch noch als Geschäftsführer für die in Auflösung befindliche Versam tätig sein.

Im Januar 2012 tritt Ulrich Lingner in die Geschäftsführung der Helaba Invest ein. Er wird für die Betreuung der alternativen Asset-Klassen, die Auswahl und das Controlling externer Asset Manager sowie das Advisory Desk zuständig sein. „Mit Herrn Lingner konnten wir einen ausgewiesenen Kapitalmarkt- und Versicherungsexperten an Bord holen, der optimal zu unserer neuen strategischen Ausrichtung passt“, sagte  Helaba-Geschäftsführer Uwe Trautmann. 
Bis Jahresende wird Lingner allerdings noch seinen Aufgaben als Sprecher der Geschäftsführung und Chief Investment Officer der Versam in Münster nachkommen. Bereits im Frühjahr 2011 entschied er sich, wegen unterschiedlicher Auffassungen über die künftige strategische Ausrichtung, gegen eine Vertragsverlängerung mit der Versam, die vor knapp fünf Jahren als gemeinsame Kapitalanlagegesellschaft der SV Sparkassenversicherung und der Provinzial Nordwest gegründet wurde. Im Oktober wurde dann bekannt, dass die Gesellschaft aufgelöst wird. „Die Vorstellungen der beiden Gesellschafter zur Weiterentwicklung des Kapitalanlagemanagements und damit zur Zukunft der Versam waren sehr unterschiedlich. Die Performance war aber definitiv kein Trennungsgrund“, sagte Lingner gegenüber portfolio institutionell. Und weiter: „Damit wird die Versam in ihrer jetzigen Form im Jahr 2012 nicht mehr fortbestehen.“
In Zukunft werden die SV Sparkassenversicherung und Provinzial Nordwest getrennte Wege in der Kapitalanlage gehen. Wie aus einer gemeinsamen Mitteilung hervorgeht, wird die Provinzial Nordwest ihre Kapitalanlagen in Höhe von rund 20 Milliarden Euro nicht mehr über die Versam managen lassen, sondern wieder unter dem eigenen Dach betreuen. Auch die SV Sparkassenversicherung wird bisherige Aufgaben der Versam zumindest teilweise in den Konzern zurückholen. Mit dieser Entscheidung versetzten die beiden Versicherer dem Outsourcing-Gedanken in Deutschland einen schweren Schlag.
portfolio institutionell newsflash 30.11.2011/kbe
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