Versicherungen
10. Mai 2024

Immobilienmogul Anno August Jagdfeld scheitert vor BGH

Anno August Jagdfeld und die Adlon-Fondsgesellschaft sind mit ihren Klagen gegen die Signal-Iduna-Gruppe endgültig gescheitert. Bundesgerichtshof ließ Nichtzulassungsbeschwerde in keinem Punkt zu.

Für die Signal-Iduna-Gruppe geht ein langer Rechtsstreit zu Ende, der im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau des legendären Adlon-Hotels in Berlin in den 1990er Jahren steht. Wie die Versicherungsgruppe mitteilt, sind Anno August Jagdfeld und die Adlon-Fondsgesellschaft mit ihren Klagen gegen die Signal-Iduna-Gruppe endgültig gescheitert.

Nachdem bereits das Landgericht Dortmund die Klage abgewiesen und das Oberlandesgericht Hamm die Berufung zurückgewiesen hatten, ließ nun auch der Bundesgerichtshof (BGH) seine Nichtzulassungsbeschwerde in keinem Punkt zu, sondern wies diese vollständig zurück. Jagdfeld werde somit keinen Cent Schadenersatz erhalten, wie die Signal Iduna feststellt. Alle Vorwürfe und Forderungen hätten sich als haltlos und unbegründet erwiesen.

Der Rechtsstreit ging zurück auf den Adlon-Fonds, mit dem Jagdfeld Kapital für den Bau des renommierten Luxushotels Adlon in bester Lage am Brandenburger Tor gesammelt hatte. Mehrere Anleger hatten ihm den Angaben zufolge vorgeworfen, seine Pflichten als Geschäftsführer verletzt und die Fondsanleger dadurch wirtschaftlich geschädigt zu haben.

Daraufhin war die Schutzgemeinschaft der Adlon-Anleger gegründet worden, der auch Signal Iduna beigetreten war. Jagdfeld warf der Schutzgemeinschaft vor, in seinem Ruf geschädigt worden zu sein und forderte – nunmehr vergeblich – Schadenersatz, zuletzt in Höhe von über eine Milliarde Euro.

Niemand von Signal Iduna habe sich jemals negativ über Herrn Jagdfeld und seine Firmen geäußert, sagt der Vorsitzende des Vorstandes der Signal-Iduna-Gruppe, Ulrich Leitermann. „Das ist jetzt endgültig über alle Gerichtsinstanzen hinweg bestätigt.“

Das im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstörte Adlon wurde von 1995 bis 1997 wieder aufgebaut. Die Architekten richteten sich größtenteils nach dem Original, planten jedoch zwei neue Stockwerke mehr ein. Finanziert wurde der Neubau durch die Fundus-Fonds-Verwaltungen GmbH in Köln, Kempinski erhielt einen langjährigen Pachtvertrag. Die Geschichte des Hotels Adlon Kempinski Berlin.

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