Impact Investing als strategischer Baustein im Portfolio

Melden sich in der ESG-Rubrik (im Uhrzeigersinn von re. oben) zu Wort: Miki Yokoyama, Axel Wilhelm und Dina Rebecca Lorentz.
In der aktuelle ESG-Rubrik von portfolio institutionell dreht sich alles um das Impact Investing. Drei Gastautoren geben Denkanstöße.
Nachhaltigkeit und institutionelle Kapitalanlage wachsen zusammen. Forciert wird diese Entwicklung vom Gesetzgeber, der Öffentlichkeit, Anspruchsberechtigten und natürlich auch von den Anlageentscheidern. Diese Entwicklung begleitet portfolio institutionell seit langem in der ESG-Rubrik.
Im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe steht das Thema Impact Investing. Zu Wort meldet sich unter anderem Miki Yokoyama, Managing Director bei Aurum Impact. In ihrer Bestandsaufnahme wirft sich zunächst einen Blick zurück: „Vor wenigen Jahren schien die Richtung klar: Klimawandel und Nachhaltigkeit standen weit oben auf der Agenda von Politik, Wirtschaft und Kapitalmärkten. Heute prägen vor allem künstliche Intelligenz, geopolitische Konflikte und Verteidigungstechnologien die Debatte. Aber bedeutet das, dass Impact Investing keine Relevanz mehr hat? Ganz im Gegenteil.“
Miki Yokoyama warnt davor, wirtschaftlichen Erfolg, die Bekämpfung des Klimawandels und gesellschaftliche Stabilität als getrennte Themen zu betrachten, denn sie hängen eng zusammen. „Künstliche Intelligenz funktioniert nicht ohne Energie, Industrie nicht ohne Rohstoffe, Innovation nicht ohne Talente“, schreibt die Expertin und verdeutlicht: „Werden Grundlagen unserer Existenz – Umwelt und Gesellschaft – instabil, gerät auch wirtschaftlicher Erfolg unter Druck. Langfristige Innovationschancen entstehen damit genau dort, wo Systeme ineinandergreifen und gleichzeitig Umweltschutz, die Stabilisierung der Gesellschaft und ökonomische Resilienz im Blick haben.“
Impact Investing hat den Praxistest bestanden
Auch Dina Rebecca Lorentz, Geschäftsführerin im Bundesverband Impact Investing, meldet sich in unserer ESG-Rubrik zu Wort. Darin führt sie aus, dass Impact Investing den Praxistest bestanden habe. „Die Frage ist nicht mehr, ob sich Wirkung und Rendite verbinden lassen, sondern ob der regulatorische Rahmen groß genug gedacht wird, damit institutionelles Kapital in die Transformation der Realwirtschaft fließen kann.“ Genau darüber entscheide die SFDR 2.0, also die Überarbeitung der Offenlegungsverordnung durch die EU-Kommission, wie Lorentz verdeutlicht.
Positiv sei, dass Impact Investing erstmals regulatorisch konturiert werde und „Transition“ eine eigene Kategorie erhalte. „Entscheidend ist nun aber die Ausgestaltung. Transition darf nicht zu einer Green-Best-in-Class-Kategorie werden.“ Denn Transformation beginne, wie Lorentz ausführt, nicht dort, „wo Unternehmen bereits nachhaltig sind, sondern dort, wo emissionsintensive Geschäftsmodelle glaubwürdige Transformationspfade einschlagen und Investitionen reale Dekarbonisierung ermöglichen“.
In fünf Schritten zum Impact Investing
Axel Wilhelm vom NKI – Institut für Nachhaltige Kapitalanlagen rundet die ESG-Rubrik in der Augustausgabe von portfolio institutionell ab. Anhand von fünf Schritten zeigt er, wie die erfolgreiche Umsetzung in der Praxis gelingt. „Wer Impact Investing als strategischen Baustein im Portfolio etablieren will, sollte einem strukturierten Prozess folgen“, so der Rat Wilhelms.
Die Gastbeiträge finden Sie hier.
Autoren: portfolio institutionellSchlagworte: Nachhaltigkeit/ESG-konformes Investieren
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