Strategien
22. Juni 2011

In Krisenzeiten steigt das Systemrisiko

Die Finanzkrise gebar nicht nur die Wortschöpfung „alternativlos“, sondern auch „systemrelevant“.

Die Finanzkrise gebar nicht nur die Wortschöpfung „alternativlos“, sondern auch „systemrelevant“. Die Bundesbank untersuchte nun durch ein auf CDS-Prämien basierendes Interdependenzmodell, wie stark das Ausfallrisiko eines Finanzinstituts A zunimmt, wenn ein anderes Institut B in Schieflage gerät. Es wird also der Frage nachgegangen, wie die CDS-Prämie eines Instituts auf extreme, ungüns­tige Änderungen der CDS-Prämien anderer Institute reagiert.
Während der Krisenjahre 2007 bis 2010 fand eine deutliche Steigerung der bedingten Ausfallwahrscheinlichkeiten statt. Dies deutet darauf hin, dass in Krisenperioden die Ansteckungsgefahr steigt. Systemische Ereignisse werden also wahrscheinlicher, wenn sich die Lage der einzelnen Institute verschlechtert.
Auslöser eines Flächenbrandes im Banksektor können Staatspleiten sein. Fragt sich nun, wie hoch die Interdependenzen zwischen Staatsbankrott und Bankpleiten sind.

siehe Abbildung

Autoren:

In Verbindung stehende Artikel:

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.