Immobilien
19. Juni 2020

Investoren bleiben Immobilienmanagern in Krise treu

Grund sind Schwierigkeiten bei Due Diligence. Allokation in Distressed- und High-Beta-Strategien.

Laut einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Hodes Weill & Associates unter 100 globalen Investoren bestärkt die Krise die Tendenz, auf altbekannte Immobilienmanager zu setzen. 46 Prozent der Befragten gaben an, in nächster Zeit bestehende Geschäftsbeziehungen zu priorisieren. Weitere 17 Prozent gaben an, dass sie willens seien, mit neuen Managern zu investieren, während 18 Prozent temporär neue Beziehungen ausschließen. Grund ist laut Hodes Weill, dass sie aufgrund des Lockdowns die nötige Due Diligence nur unter Schwierigkeiten durchführen können. Eine Pressemitteilung führt anekdotisch die University of Texas an, welche beabsichtigt, den Großteil ihrer aktuelle Real-Estate-Pipeline auf Managers zu allokieren, mit denen sie bereits in der Vergangenheit investiert haben.

Zudem befragten die Berater die Investoren hinsichtlich ihrer Einschätzungen bezüglich des Investmentmarkts. 59 Prozent erwarten niedrigere Investmenttätigkeit in den kommenden sechs bis zwölf Monaten. Jedoch sei Mitte 2021 Licht am Ende des Tunnels zu erwarten. Investoren allokieren bereits laut Hodes Weill Kapital, um von erwartetem Stresssituationen zu profitieren. Mit 59 Prozent beabsichtigt eine Mehrheit der Investoren, eine Mischung aus offensiven und defensiven Strategien zu verfolgen. Distressed- und High-Beta-Strategien werden dabei jedoch gegenüber Core-Strategien bevorzugt. Ein Effekt auf Vermögensbewertungen sei nach Ende der Reisebeschränkungen zu erwarten. „Es mag eine Weile dauern, bis eine Notlage entsteht, aber gut kapitalisierte Fonds werden so positioniert sein, dass sie davon profitieren können“, sagte Susan Swanezy, Partnerin bei Hodes Weill. „Es besteht Ungewissheit darüber, wie sich die Pandemie mittel- bis langfristig auf Gewerbeimmobilien auswirken wird, aber was klar bleibt, ist, dass die Anlageklasse einen großen und wachsenden Teil der Investitionsstrategien der globalen institutionellen Investoren ausmacht“, so Swanezy.

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