Stiftungen trotzen der Niedrigzinsphase
Von niedrigen Zinsen lassen sich Stiftungswillige nicht abschrecken: 2014 wurden fast 700 Stiftungen bürgerlichen Rechts gegründet. Gleichzeitig gewinnen Treuhandstiftungen und Stiftungsvereine an Bedeutung.
Von niedrigen Zinsen lassen sich Stiftungswillige nicht abschrecken: 2014 wurden fast 700 Stiftungen bürgerlichen Rechts gegründet. Gleichzeitig gewinnen Treuhandstiftungen und Stiftungsvereine an Bedeutung.
Dies und andere Ergebnisse hat eine Umfrage unter den Teilnehmern einer Investmentkonferenz gebracht. Eine weitere Feststellung lautet: Die Mittel der Geldpolitik sind weitgehend erschöpft.
Die Zinszusatzreserve wird bis Ende 2015 auf fast 30 Milliarden Euro anwachsen. Auch in den Folgejahren rechnet Assekurata mit hohen Zuführungen. Die Rating-Agentur warnt: Der Patient dürfe am Ende nicht an der Medizin versterben. Moody’s hält seinen Ausblick für Lebensversicherer auf negativ.
ETF werden von Europas Versicherungen und Pensionsfonds aus vielfältigen Gründen eingesetzt, wie eine Umfrage zeigt. Die Haltedauer ist länger als gedacht.
Die Lebensversicherer sehen sich mit Vorwürfen konfrontiert, sie würden die Kunden für die Niedrigzinsphase zur Kasse bitten und selbst gute Gewinne einstreichen. Die Branche kontert, Reserven und Rückstellungen kämen allein den Kunden zugute.
Die Deutsche Aktuarvereinigung hat empfohlen, den Satz nicht weiter zu senken. Mit der Einführung des neuen europäischen Aufsichtssystems Solvency II im Jahr 2016 erfährt der Höchstrechnungszins eine ganz neue Bedeutung.
Dr. Leberecht Funk und seine Frau Margitta haben die gemeinnützige Funk-Stiftung gegründet. Die weltweit erste Stiftung im Kontext der Förderung von Risikomanagement und Risikobewusstsein wurde mit 20 Millionen Euro ausgestattet.
Man kann damit leben. So lautet das Urteil der deutschen bAV-Branche über den neuen Entwurf zur Pensionsfondsrichtlinie, der am Ende eines regelrechten Schlingerkurses steht. Aus dem Schneider sind Pensionsfonds und Pensionskassen aber längst nicht. Hinter den Kulissen schwelt noch immer das Thema Eigenkapitalvorschriften.
Der Verband der Firmenpensionskassen kritisiert den Beschluss der EZB, bis Ende September 2016 monatlich für 60 Milliarden Euro Staatsanleihen und Wertpapiere aufzukaufen. Die Motivation zu sparen werde ebenso zerstört wie bereits angespartes Vermögen.
Die betriebliche Altersversorgung (bAV) kommt nur schleppend voran, weil die Arbeitnehmer sie nicht oder nur unzureichend kennen, so eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers.