Den Schwerpunkt ihrer Kapitalanlagen hat die SDK in Renten. Um die Durationslücke zu schließen und trotz Niedrigzinsumfeld zugleich Renditen zu erzielen, wird dabei auf eine Art Barbellstrategie gesetzt. Als Cashflow-Komponente nutzt die Versicherung auch Real Assets. Immobilien und Infrastruktur haben jeweils eine neue Struktur bekommen. Interview mit Jan von Graffen, Kapitalanlageleiter der SDK.
Mit einer Nettoverzinsung ihrer Kapitalanlagen von 5,44 Prozent hat die Alte Leipziger Lebensversicherung das Geschäftsjahr 2012 abgeschlossen. Die Assets sind in zunehmendem Maße durch Aktien geprägt.
Über wirtschaftliche Schwierigkeiten der berufsständischen Versorgungswerke muss laut dem ABV-Vorstandsvorsitzenden Hartmut Kilger nicht spekuliert werden. Aber die Euro-Rettungspolitik des billigen Geldes sorge für eine kalte Enteignung der Vorsorgesparer.
Die Vorbereitungen auf Solvency II laufen auf Hochtouren. Laut einer Umfrage von Universal-Investment haben sich die meisten Versicherer bereits mit den Auswirkungen auf ihre Kapitalanlage befasst. Nur eine Minderheit will ein internes Modell einrichten.
In einem Interview warnte der GDV-Präsident vor den Folgen der Niedrigzinspolitik. 2012 haben Lebensversicherer zinsbedingt bereits vier Milliarden Euro weniger eingenommen. Als Gegenmaßnahme werden die Kosten nach unten gefahren.
Die drei Verbände haben sich zusammengetan und vor den Nebenwirkungen der Leitzinssenkung gewarnt. Offenbar erhofft man sich durch ein gemeinsames Vorgehen mehr Durchschlagskraft.
Die Niedrigzinssituation führt bei den Lebensversicherern zu steigenden Buchgewinnen und bei den aktuellen Ablaufleistungen zu höheren Renditen – das kann so nicht bleiben, ergab eine Studie zu den jüngsten Ablaufleistungen.
Im Gespräch mit der ABV hat sich Volker Kauder zu den berufsständischen Versorgungswerken geäußert. Für ihn sind sie ein unverzichtbarer Teil des Alterssicherungssystems in Deutschland.