Asset Manager
5. Oktober 2016

Janus und Henderson machen gemeinsame Sache

Asset-Management-Häuser planen Merger of Equals. Die neue Gesellschaft soll Janus Henderson Global Investors heißen.

In der Asset-Management-Branche setzt sich die Konsolidierungswelle fort. Nachdem Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte erst vor wenigen Wochen ankündigte, weitere Zukäufe von Vermögensverwaltern ins Auge zu fassen, um sich gegen die Mittelabflüsse der konzerneigenen US-Fondsgesellschaft Pimco zu stemmen, hat eine andere große US-Fondsgesellschaft einen ähnlichen Weg eingeschlagen. Laut einer Pressemitteilung vom 3. Oktober 2016 plant die Janus Capital Group einen Zusammenschluss unter Gleichen („Merger of Equals“) mit der britischen Henderson. Die Transaktion soll im Rahmen eines Aktientausches durchgeführt werden. Die Aktionäre von Henderson werden voraussichtlich 57 Prozent des Eigenkapitals der neuen Gesellschaft halten, Janus-Aktionäre sollen 43 Prozent der Anteile an der neuen Gesellschaft übernehmen. 
Die Fusion wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2017 abgeschlossen.  Zuvor müssen sowohl die Aktionäre beider Häuser als auch die zuständigen Regulierungsbehörden dem Plan zustimmen. Der Führungsriege von Janus Henderson sollen der bisherige CEO von Henderson, Andrew Formica, und Janus-CEO Dick Weil angehören. Janus’ Head of Investments, Enrique Chang, soll die Position des Global Chief Investment Officer einnehmen. 
Janus-Großaktionär signalisiert grünes Licht
Aus der Kombination soll laut Janus ein führender und global agierender Asset Manager hervorgehen. Gemeinsam verfüge man über ein verwaltetes Vermögen von mehr als 320 Milliarden US-Dollar. Die Marktkapitalisierung der beiden Häuser schätzt Janus auf insgesamt sechs Milliarden US-Dollar. In der neuen Asset-Management-Gesellschaft soll Henderson in Großbritannien und in den europäischen Märkten seine Stärken ausspielen. Janus wiederum sieht seine Kernkompetenz im US-Markt. Gemeinsam wolle man einen „wahrhaft globalen Asset Manager mit einem diversifizierten Fußabdruck“ bilden, teilt Janus mit. Dieser solle in etwa der globalen Fonds-Management-Branche entsprechen. 
Die fusionierte Gesellschaft solle auf das Jahr hochgerechnet nach Abschluss der Transaktion Nettokostensynergien von mindestens 110 Millionen US-Dollar einspielen. Der Janus-Großaktionär, der japanische Versicherungskonzern Dai-ichi Life unterstützt die Fusionsbestrebungen und plant laut Mitteilung seine strategische Partnerschaft bei Janus Henderson Global Investors zu erweitern. 
portfolio institutionell newsflash 04.10.2016/Tobias Bürger
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