Versicherungen
30. Juni 2021

Klimaschutz für GDV „drängendstes Thema“

Asmussen sieht große Investitionspotenziale. Jährlich sechs Milliarden Euro für Renewables.

Der GDV hat seine jüngste Verbandspublikation genutzt, um den Versicherungssektor nochmal ins rechte Licht zu rücken. So habe sich die Langfristorientierung von Versicherern bei der Kapitalanlage und der Absicherung von Risiken während der Corona-Pandemie als stabilisierender Faktor der Volkswirtschaft erwiesen. „Die Corona-Krise sorgt für Schwung bei den großen Zukunftsthemen Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Den nehmen wir mit und werden beides nachdrücklich weiter anschieben“, so Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV. Das drängendste Thema der nächsten Jahre sei der Klimaschutz. Hier sieht Asmussen noch große Potenziale der Branche als Investor und Träger von Risikoschutz. Die Engagements werde man kontinuierlich weiter ausbauen.

Der GDV bezeichnet Versicherer als Partner der Nachhaltigkeitswende. Die Nachhaltigkeitswende erfordere vor allem beim Klimaschutz schnelle und effiziente Maßnahmen. Um das im Pariser Klimaabkommen verabschiedete Ziel zu erreichen und die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu reduzieren, sind in den nächsten Jahren hohe Investitionen unter anderem in die Dekarbonisierung des Energiesektors und Res[1]sourcen schonende Produktionstechnologien nötig. Dazu leisten, so der GDV, die deutschen Versicherer einen wichtigen Beitrag, etwa durch Investitionen in Erneuerbare Energien, deren Umfang sich seit 2012 vervielfacht hat. 2019 beliefen sich die Investitionen der Erstversicherer in Erneuerbare Energien auf 6,2 Milliarden Euro, in 2018 auf exakt sechs Milliarden Euro. Im Jahr 2011 waren es noch 800 Millionen Euro. Der GDV betont, dass Versicherer aufgrund ihrer langfristigen Orientierung in der Kapitalanlage und ihrer Expertise für Risikobewertung und -management prädestiniert sind, als zentrale Partner den Wandel zu einem nachhaltigen Wachstumsmodell zu begleiten.

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