Versicherungen
25. März 2026

Konzern Versicherungskammer kauft Bürohaus im Bankenviertel

Die Immobilie ist an die Commerzbank vermietet. Viel spannender sind jedoch die Zukunftsaussichten des Standorts im Bankenviertel von Frankfurt am Main.

Große Pläne für ein kleines Bürohaus: Der Konzern Versicherungskammer aus München hat einen Kaufvertrag über das „Overture“ in Frankfurt am Main abgeschlossen. Das nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete Gebäude in der Junghofstraße 13 – 15 liegt mitten im Bankenviertel. Es zeichne sich durch stabile Mieteinnahmen der Commerzbank aus, die das Bürohaus langfristig mietet, wie der größte öffentliche Versicherer Deutschlands mitteilte.

Das Bürohaus verfügt über sechs Geschosse und wurde nach Informationen unserer Redaktion in den Jahren 2021 und 2022 statisch saniert und auf den Einzelmieter zugeschnitten. Die Immobilie umfasst nach Angaben der neuen Eigentümerin eine Gesamtfläche von 7.320 Quadratmetern und ist LEED-Platinum zertifiziert. Damit erfülle sie höchste internationale Nachhaltigkeitsstandards. LEED steht für „Leadership in Energy and Environmental Design“ und ist ein Zertifizierungssystem für nachhaltige, energieeffiziente und umweltfreundliche Gebäude.

An dem Standort könnte ein weiteres Hochhaus entstehen

Zudem sei das Gebäude Teil des Hochhausentwicklungsplans der Stadt Frankfurt und spiele „eine bedeutende Rolle bei der langfristigen Weiterentwicklung des städtischen Erscheinungsbildes“, so der Konzern Versicherungskammer. Langfristig gesehen könnte auf dem Grundstück ein Hochhaus errichtet werden; wenn man davon ausgeht, dass dort wieder Büros entstehen, ließen sich an dem Standort erhebliche Mieteinnahmen generieren.

In der unmittelbaren Nachbarschaft befindet sich zum Beispiel das vor wenigen Jahren errichtete Hochhausensemble namens „Four“. Das gemischte Quartier umfasst neben Büros auch Wohnraum und Hotels.

Hendrik Hofmann, Senior Investment Manager bei der Versicherungskammer Real Estate, nennt in einem Statement die Perspektiven der Liegenschaft beim Namen: „Neben der hervorragenden Lage überzeugt uns insbesondere das attraktive Risiko-Rendite-Profil der Immobilie, das langfristig sowohl verlässliche Erträge als auch Entwicklungsperspektiven erwarten lässt.“

Stephan Huber, Head of Investment Management bei der Versicherungskammer Real Estate, kommentiert den Ankauf so: „Wir freuen uns, diese rare und attraktive Investment-Opportunität im Herzen Frankfurts nutzen zu können.“ Man sei ein langfristig orientierter Bestandshalter. Und als solcher wolle man mit dieser zukunftsfähigen Büroinvestition mit stabilem Cashflow „unser Engagement in den Top-7-Standorten Deutschlands“ konsequent ausbauen. Anders ausgedrückt, dürften dem Investment weitere folgen.

Angaben zum Kaufpreis machte der Konzern Versicherungskammer keine. Darüber sei Stillschweigen vereinbart worden.

Berater und Projekte

Rechtlich und steuerlich beraten wurde der Konzern Versicherungskammer bei dem Ankauf von einem Team der Kanzlei CMS um Lead Partner Dr. Volker Zerr und Lead Counsel Dr. Julius Städele. Nach Kanzleiangaben berät Volker Zerr den Konzern Versicherungskammer regelmäßig bei Immobilientransaktionen, zuletzt sei das der Fall gewesen beim Ankauf des Objekts Am Kurfürstendamm 12 in Berlin und dem Erwerb einer Büroimmobilie am Münchener Hauptbahnhof, dabei dürfte es sich um dieses Objekt handeln.

Der Konzern Versicherungskammer ist laut dem Stadtplanungsamt Frankfurt Mehrheitseigentümer des Hochhausprojekts Gallusanlage 8 in Frankfurt am Main, nur wenige Fußminuten von der Junghofstraße entfernt. Das Projekt umfasst die Neuentwicklung eines Doppelhochhaus-Ensembles auf einem gemeinsamen Sockel neben dem bekannten Silberturm im Frankfurter Bankenviertel. Die Fertigstellung dürfte um das Jahr 2030 erfolgen.

Autoren:

Schlagworte:

In Verbindung stehende Artikel:

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert