Investoren
19. Oktober 2026

KI wird tief in Investmentprozesse integriert

Großanleger haben die Debatte über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz abgeschlossen. Sie wird zentraler Bestandteil der Investmentanalyse.

Künstliche Intelligenz (KI) – einschließlich des Einsatzes autonom agierender Werkzeuge – hat sich zur wichtigsten strategischen Priorität für globale Vermögensinhaber entwickelt. Darauf  macht das Thinking Ahead Institute im Zusammenhang mit der neuen „Global Asset Owner Technology Peer Study 2026“ aufmerksam. Mit einer Zustimmungsquote von 67 Prozent rangiert KI vor Aspekten wie der Anpassung an ein Umfeld höherer Inflation (44 Prozent), der Bewältigung von Liquiditätsdruck (33 Prozent) sowie der Reaktion auf die wachsende Bedeutung privater Märkte (28 Prozent).

Die Studie wurde vom Thinking Ahead Institute (TAI) in Zusammenarbeit mit dem MSCI Institute erstellt. Sie basiert auf Untersuchungen bei 20 Endanlegern, die gemeinsam ein Vermögen von mehr als fünf Billionen US-Dollar verwalten. Die Ergebnisse legen nahe, dass die strategische Debatte über KI weitgehend abgeschlossen ist: Alle untersuchten Großanleger seien sich einig, dass KI in Zukunft eine bedeutende Rolle spielen werde.

Technologie leistet einen größeren Beitrag zu den Anlageergebnissen

Konkret erwarten die Marktteilnehmer, dass der Beitrag von Technologie zu den Anlageergebnissen von derzeit etwa 17 Prozent auf 30 Prozent in den kommenden drei bis fünf Jahren ansteigen wird. Ein weiteres Ergebnis der Studie besagt, dass sich KI, Datenplattformen und Analytik von unterstützenden Funktionen hin zu zentralen Bestandteilen der Investmentanalyse, der Portfolioüberwachung und der Entscheidungsfindung entwickeln. Demnach werde die Künstliche Intelligenz künftig tief in die Investmentprozesse integriert sein.

Zugleich kommt die Studie kommt zu dem Schluss, dass menschliches Urteilsvermögen, Interpretation und Verantwortlichkeit weiterhin unverzichtbar bleiben. Allerdings werde sich die Art und Weise, wie Investmentarbeit organisiert ist, jedoch grundlegend verändern.

Daten waren und sind auch weiterhin das bedeutendste praktische Hindernis. Drei Viertel der Befragten nennen Datenqualität und Standardisierung als wesentliche Hürden für die Einführung von KI. Ein anderes Problem sind veraltete Systeme.

Aber auch organisatorische Silostrukturen und tabellenbasierte Prozesse belasten laut der Studie die vorhandenen Ressourcen. Zugleich steigert der zunehmende Einsatz von KI den Bedarf an verlässlichen, vertrauenswürdigen und zugänglichen Daten weiter.

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