LVM pro ESG
Versicherung entwickelt Nachhaltigkeitsstrategie weiter. LVM baut eigenes Controlling für Nachhaltigkeit auf.
Trotz des sogenannten ESG-Backlashs bleiben Versicherungen auf Nachhaltigkeitskurs. Gerade für diesen Sektoren sind die Risiken des Klimawandels real. Dies gilt auch für die LVM Versicherung. Der Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster schärft seine Nachhaltigkeitsstrategie. Dies betreffe den operativen Betrieb und die Kapitalanlage.
In der Kapitalanlage hält die LVM an ihrem Ziel fest, den CO₂-Fußabdruck des Aktien- und Unternehmensanleiheportfolios sowie die absoluten Emissionen des Immobiliendirektbestands bis 2029 – jeweils gegenüber 2021 – zu halbieren. Erste Umschichtungen im Portfolio zeigen laut der Versicherung bereits Wirkung. Dennoch bleibe es eine wesentliche Herausforderung, dieses Ziel zu erreichen. Auch da die Entwicklung von externen Einflussfaktoren wie Marktbewegungen abhängig sei und bestehende Emissionen besser erfasst werden würden.
Wie die LVM Versicherung mitteilt, sollen Kennzahlen eine zentrale Rolle bei der Steuerung der Nachhaltigkeitsarbeit einnehmen. Darum baue die LVM ein eigenes Controlling auf. Nachhaltigkeit, so die Münsteraner, ist als Strategiefeld inzwischen fest in der Unternehmensstrategie verankert. Ein eigener Bereich und ein Netzwerk von 25 Nachhaltigkeitsverantwortlichen setze die Projekte und Maßnahmen seit 2021 um.
Vor einem Jahr teilte die LVM Versicherung mit, dass der CO₂-Fußabdruck bei börsennotierten Aktien und Unternehmensanleihen in den vergangenen drei Jahren um 32,8 Prozent im Vergleich zu Dezember 2021 gesunken ist – ursprünglich geplant waren 20 Prozent. Damals sagte LVM-CFO Reimar Volkert: „Die LVM Versicherung verwaltet ein Kapitalanlage-Portfolio von rund 23 Milliarden Euro. Ein großer Hebel und ein deutliches Potenzial, mit dem wir uns als Kapitalanleger, Investor und Finanzierer für die Transformation der Wirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit einsetzen.“
Assekuranz auf Nachhaltigkeitskurs
Die LVM ist auf ihrem Nachhaltigkeitskurs nicht allein. Im Oktober informierte der GDV, dass in der Kapitalanlage der deutschen Versicherungen der CO₂-Fußabdruck seit 2021 um 27 Prozent gesunken ist. „In der Kapitalanlage sank der CO₂-Fußabdruck 2024 um 23 Prozent auf 47 Tonnen je investierter Million Euro – ein Rückgang von 27 Prozent seit 2021″, so damals GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Auch in den eigenen Geschäftsprozessen und im Versicherungsgeschäft zeige die Branche Fortschritte. „Als Risikoträger und Investoren übernehmen wir Verantwortung und halten auch bei Gegenwind strategisch an diesem Kurs fest. Nur so können Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit gesichert werden.“
Autoren: Patrick EiseleSchlagworte: Nachhaltigkeit/ESG-konformes Investieren
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