Asset Manager
7. Juli 2021

Mehr Assets, mehr Kosten

Profitabilität von Asset Managern hängt an steigenden Märkten. McKinsey empfiehlt mehr Nachhaltigkeit und Technologie.

Asset Manager konnten seit 2008 ihre Assets under Management kontinuierlich steigern. Allerdings sind auch die Kosten auf Wachstumskurs. Mit der Entwicklung der Vermögensverwalter hat sich der Berater McKinsey in einem aktuellen Report befasst.

Global betrachtet sind die Assets under Management seit dem Jahr 2008 von 34,3 auf 92,5 Billionen Euro gewachsen. Dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von sechs Prozent. In Westeuropa stiegen die Volumina in diesem Zeitraum von 11,4 auf 25,2 Billionen Euro und damit um jährlich fünf Prozent. Auch Corona konnte das Wachstum nicht bremsen. In beiden Regionen wuchsen die Assets auch im vergangenen Jahr. In Westeuropa waren es 1,2 Billionen neue Gelder. Von den 25,2 Billionen entfallen 68 Prozent auf institutionelle Anleger.

Der Wermutstropfen: Während die Cost-to-Income-Ratios im Jahr 2020 mit 59 Prozent relativ stabil blieben, stiegen die absoluten Kostenpools das elfte Jahr in Folge. Im vergangenen Jahr betrug das Plus 4,2 Prozent. Dies macht deutlich, wie stark die Profitabilität der Branche von steigenden Märkten abhängt, konstatiert McKinsey.

Die Kosten wirken sich auch auf die Profitabilität aus. In der vergangenen Dekade kämpfte die Branche darum, zu den Profitabilitätshöhen von 2007 zurückzukehren. Diese Bemühungen haben in den vergangenen fünf Jahren ein Plateau erreicht. Im Jahr 2020 erwirtschafteten westeuropäische Vermögensverwalter eine Umsatzmarge von 32,8 Basispunkten auf ihre Assets under Management, gegenüber 33,5 Basispunkten im Jahr 2019.

Die allgemeine Gebührenkompression ist vor allem bedingt durch die Veränderung des Asset-Mixes in Richtung renditeschwächere Asset-Klassen wie Geldmarktfonds und passive Anlagen. Die positiven Einflüsse durch steigende Märkte und Nettomittelzuflüsse waren jedoch stärker. Darum wuchs der westeuropäische Ertragspool um sieben Prozent auf 55 Milliarden Euro im Jahr 2020. Der Gewinnpool stieg um elf Prozent auf 22,8 Milliarden Euro.

Für die Zukunft empfiehlt der Berater den Asset Managern vor allem, sich dem Thema ESG zu widmen und die Effizienz durch Technologie zu verbessern. Eine weitere Empfehlung lautet, Betriebsgrößenvorteile zu generieren und in neue Märkte zu expandieren.

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