Banken
15. März 2021

Mehr Klimaschutz im Depot A der Sparkassen

Konsortialführer Deka-Bank, Helaba und LBBW platzieren Climate Awareness Bond der EIB. 500 Millionen Euro Volumen mit Laufzeit bis Ende 2030.

Rund die Hälfte der deutschen Sparkassen hat bereits eine freiwillige Selbstverpflichtung für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften unterzeichnet. Unter anderem verpflichten sich die Sparkassen, ihre eigenen Anlageportfolien („Depot A“) nach anerkannten Nachhaltigkeitskriterien zu managen sowie das Bewusstsein der Kundinnen und Kunden für nachhaltige Wertpapierinvestments zu fördern.

Um die Sparkassen bei der Umsetzung ihrer Ziele aus der Selbstverpflichtung zu unterstützen, haben die Deka-Bank, die Helaba und die LBBW – die auch die Selbstverpflichtung unterzeichnet haben – gemeinsam eine neue Klimaschutzanleihe der Europäischen Investitionsbank (EIB) exklusiv für deutsche Sparkassen platziert. Damit bieten sie den Sparkassen eine attraktive Anlagemöglichkeit für deren grüne Eigenanlagen. Die EU Klimabank engagiert sich damit aktiv mit der Sparkassenfinanzgruppe zu ESG-Themen.

Die Anleihe aus dem bereits 2007 aufgelegten Climate Awareness Bond-Programm der EIB hat ein Volumen von 500 Millionen Euro und eine Laufzeit bis 15. November 2030. Die Emissionserlöse dieser Klimaschutzanleihe allokiert die EIB Projekten, die wesentlich zum Klimaschutz beitragen, im Einklang mit der EU-Taxonomieverordnung. Dieser Ansatz wird vom Sustainable-Finance-Beirat der Bundesregierung in seinem Abschlussbericht vom 24. Februar empfohlen.

Martin K. Müller, Vorstandsmitglied der Deka-Bank, sagt: „Wir sehen diese Klimaschutzanleihe als einen substanziellen Beitrag, die Sparkassen in ihrer Selbstverpflichtung zum Klimaschutz zu unterstützen.“ Hans-Dieter Kemler, Vorstandsmitglied der Helaba, ergänzt: „Die gemeinsame Selbstverpflichtung war ein wichtiger Schritt – jetzt gehen wir weiter voran und zeigen zusammen mit den Sparkassen klare Kante beim Klimaschutz. Dafür bringen wir gerne unser langjähriges Know-how ein.“ Dr. Christian Ricken, Kapitalmarktvorstand der LBBW, fügt hinzu: „Die LBBW verfügt seit Jahren über eine hohe Expertise bei der Platzierung grüner Anleihen. Mit dieser Transaktion unterstützen wir die Sparkassen dabei, ihre Eigenanlagen nachhaltiger auszurichten.“

Hohe Nachfrage

Die Klimaschutzanleihe stieß bei den Sparkassen auf reges Interesse. Die Emission wurde mit einem finalen Ordervolumen von über 550 Millionen Euro überzeichnet, auch wenn keine weiteren Investorenkreise adressiert wurden. Der Preis lag bei 12 Basispunkten unter Mid-Swap (einem Verrechnungssatz unter Banken). Das Orderbuch weist eine sehr granulare Struktur mit insgesamt knapp 30 Investoren auf. Erwartungsgemäß stammte der allergrößte Teil der Orders von Sparkassen, die auch Unterzeichner der freiwilligen Selbstverpflichtung sind.

 

Autoren:

Schlagworte: | |

In Verbindung stehende Artikel:

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.