Stiftungen
31. März 2020

Mehr Stiftungsgründungen in 2019

Bundesverband: Zahl der Neugründungen steigt um 2,1 Prozent. Konstantes Wachstum.

Um 2,1 Prozent ist die Zahl der rechtsfähigen Stiftungen bürgerlichen Rechts im Jahr 2019 gestiegen. 576 Stiftungen erhielten eine Anerkennungsurkunde. Zum Vergleich: 2018 waren es 554 Stiftungen. Auf 100.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger kommen damit aktuell 28 Stiftungen. Zu den jetzt 23.230 rechtsfähigen Stiftungen des bürgerlichen Rechts kommt noch eine Vielzahl anderer Rechtsformen. Das teilt der Bundesverband Deutscher Stiftungen am Dienstag mit. Insgesamt gibt es 23.230 rechtsfähige Stiftungen des bürgerlichen Rechts in Deutschland. 88,6 Prozent davon haben ihren Sitz in den westlichen Bundesländern. Mit Blick auf das Stiftungswachstum liegt der Spitzenreiter unter den Bundesländern allerdings im Osten. Sachsen führt mit 4,9 Prozent die Tabelle an. Insgesamt liegt das durchschnittliche Wachstum in den Neuen Bundesländern mit 2,7 Prozent leicht über dem Bundesdurchschnitt von 2,1 Prozent. 80 der 576 neuen Stiftungen wurden in Ostdeutschland, inklusive Berlin, gegründet. 95 Prozent der Stiftungen sind gemeinnützig.

„Wer eine Stiftung gründet, ist zuversichtlich, die Zukunft positiv beeinflussen zu können. Diese Haltung macht Mut – gerade in der aktuellen Situation. Stiftungen halten zusammen und zeigen dadurch, dass sie eine tragende Säule unserer Gesellschaft sind, dass sie unverzichtbar sind für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, sagt Prof. Dr. Joachim Rogall, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung und Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.Die Menschen können sich auf uns Stiftungen verlassen“, so Rogall weiter

Größte Stiftungen

Die größten Stiftungen privaten Rechts nach Eigenkapital sind die RAG-Stiftung (15,3 Milliarden), die Else Kröner-Fresenius-Stiftung mit 6,2 Milliarden Euro und die Robert-Bosch-Stiftung GmbH mit 5,35 Milliarden Euro (Buchwerte Ende 2018). Zu den größten Stiftungen öffentlichen Rechts zählen die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (840 Millionen Euro), die St.-Korbinian-Stiftung der Erzdiözese München und Freising (694 Millionen Euro) und die Bischof Arbeo Stiftung (689 Millionen Euro).

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