Traditionelle Anlagen
13. Dezember 2021

Mittelstandsanleihen-Markt droht Ausfall

Staatsanwaltschaft besucht Deutsche Lichtmiete. Über 100 Millionen Euro stehen im Feuer.

Auf dem Markt für Mittelstandsanleihen bahnt sich nicht nur ein weiterer Ausfall, sondern auch ein Anlegerskandal an. Am Donnerstag bestätigte der Emittent Deutsche Lichtmiete eine Hausdurchsuchung seiner Betriebsräume. Hintergrund der Durchsuchung seien Ermittlungen gegen vier Personen, die die Staatsanwaltschaft Oldenburg gemeinsam mit der Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg aufgenommen hat. Alexander Hahn, Vorstand der Deutsche Lichtmiete AG, erklärt: „Die Deutsche Lichtmiete kooperiert vollumfänglich mit den ermittelnden Behörden. Wir werden im Interesse unserer Mitarbeiter, Investoren und der weiteren Beteiligten aktiv dazu beitragen, die Vorwürfe schnellstmöglich aufzuklären.“

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg teilte dem Medium Bondguide mit, dass der Anfangsverdacht bestehe, dass die Beschuldigten erkannt hätten, dass das Investorenmodell der Direktinvestitionen nicht tragfähig und ungeeignet sei, um Forderungen der Anleger aus vermieteten technischen Einrichtungen zu generieren. Operativ widmet sich die Deutsche Lichtmiete der Modernisierung von Beleuchtungsanlagen von deutschen Unternehmen.

Die Deutsche Lichtmiete hat vier Anleihen mit Laufzeiten zwischen 2023 und 2027 ausstehen. Diese stürzten von einer Bewertung zu 100 Prozent auf etwa zehn Prozent ab. Das Emissionsvolumen der vier Bonds beträgt insgesamt über 100 Millionen Euro, die Kupons liegen bei 5,25 bis 5,75 Prozent.

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Eine Antwort zu „Mittelstandsanleihen-Markt droht Ausfall

  1. Wer hätte wohl ein Interesse daran, die Deutsche Lichtmiete zu zerschlagen?
    Wer ??
    Weil die Werte existieren ja weiterhin und
    die Verträge mit den Kunden auch…
    Alles sehr merkwürdig…
    Wer überrascht hier wen ?
    Hat jemand von euch eine Vermutung??
    Gruss.

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