Schwarzer Schwan
15. Oktober 2021

Nachhaltiges Einkommen

Die britische Monarchie kommt nicht zur Ruhe. Jetzt macht Prinz Harry auch noch Geschäfte mit Hippies.

Immer Ärger mit Harry: Die Royals kommen einfach nicht aus den Schlagzeilen raus. Anstatt dass der Duke of Sussex als fester Bestandteil des internationalen Jetsets hochadelige Traditionen wie Polo, Yachting, Großwildjagd, Konkubinen und allgemeinem Müßiggang pflegt, lässt er sich mal wieder herab, eigenes (!!) Geld verdienen zu wollen. Shocking, isn´t it?

Nach dem Abschluss von Millionen-Deals mit Netflix und Spotify dotiert er nun gemeinsam mit Gattin Meghan den US-amerikanischen Asset Manager Ethic mit finanziellen Mitteln und Aufmerksamkeit. Wer von den beiden wohl Lead Investor war?

„Kraft für das Gute“

Beide steigen nun als „Impact Partner“ ins ganz große Finanzgeschäft ein. Die bei der US-Wertpapieraufsicht SEC als Investment Advisor registrierte Gesellschaft verwaltet 1,3 Milliarden US-Dollar in sozial-verantwortlichen Anlagen. „Wir glauben, dass die Kapitalmärkte eine starke Kraft für das Gute sein können, die uns helfen, die entscheidenden Probleme unserer Zeit anzugehen“, säuselt es dazu auf der Homepage von Ethic.

Laut „Bild“ wurde die Firma unter anderem von Jay Lipman gegründet – „einem rothaarigen Prinz-Harry-Doppelgänger aus London“, der sich nach seiner Tätigkeit bei der Deutschen Bank in den USA niedergelassen habe. Sich selbst und sein Team bezeichne er als Hippies, so die „Bild“.

Ethic will Investieren „demokratisieren“

Doch was steckt hinter dem eigenwilligen Deal? Laut New York Times wollen Harry und Meghan die junge Generation für nachhaltiges Investieren begeistern, das Investieren buchstäblich „demokratisieren“.

Denkbar ist aber auch, dass unser Glamour Couple vor allem für sich selbst sozial verantwortlich denkt und über das Engagement ein eigenes nachhaltiges Einkommen sucht. Als gelernter Prinz, der die Seilschaften zur königlichen Elite verlassen hat, ist Harry auf dem Arbeitsmarkt eben schwer vermittelbar. Und mit dem Rücktritt aus der Königsfamilie vor einem Jahr hatte er mangels Spielgeldes auch das Privileg verloren, „direkt“ investieren zu können. Als Ex-Royal muss er – wie Otto Normalanleger – Fonds kaufen.

Mit der US-Talkmasterin Oprah Winfrey schreibt Harry übrigens gerade seine Memoiren. Auch das dürfte Geld in die Familienkasse spülen – und die Traditionalisten der Monarchie einmal mehr um den Schlaf bringen.

Huldvoll wünscht Ihnen Ihre Redaktion von portfolio institutionell ein schönes Wochenende!​

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