Pensionskassen
27. Mai 2013

Nestlé-Pensionskasse schlägt sich prächtig

Die PK der Nestlé Deutschland AG hat 2012 ein Kapitalanlageergebnis von rund zehn Prozent erwirtschaftet. Benchmarks verlieren im Gegensatz zu innovativen Strategien an Bedeutung.

Im Interview mit portfolio institutionell geben Nestlé-Personalvorstand Peter Hadasch und bAV-Expertin Dr. Bettina Nürk, die seit Dezember 2012 die 900 Millionen Euro schweren Kapitalanlagen der Nestlé-PK verantwortet, einen Einblick in ihr Tagesgeschäft.

Frau Dr. Nürk, sie sind seit 1. Dezember vergangenen Jahres im Vorstand der Nestlé Pensionskasse (PK) für die Kapitalanlagen verantwortlich. Haben Sie Ambitionen, das Portfolio zu überarbeiten? 

Dr. Bettina Nürk: An unserer strategischen Ausrichtung wollen wir festhalten. Wir haben 30 Prozent in Aktien allokiert. Renten machen 50 Prozent aus. Hinzu kommen Immobilien mit einem Anteil von etwa 15 Prozent. Des Weiteren haben wir alternative Investments. Natürlich schichten wir innerhalb dieser Asset-Klassen etwas hin und her und allokieren taktisch in die eine oder andere Richtung. Von der Strategie her werden wir uns aber nicht grundlegend neu aufstellen. 
Wie haben Sie eigentlich im vergangenen Jahr abgeschnitten?
Dr. Nürk: Wir haben ein Kapitalanlageergebnis von rund zehn Prozent erwirtschaftet. 
Peter Hadasch: Dabei handelt es um die reine Performance aus den Kapitalanlagen. Wir bewerten zu Marktwerten. Was wir in versicherungstechnischer Sicht realisieren, ist in der Regel deutlich niedriger. 
Welche Bedeutung haben Dividendenstrategien in ihrem Haus? 
Hadasch: Wir sind im Moment dabei, Portfolios aufzubauen, die speziellere Strategien fahren. Ich denke dabei an Dividendenstrategien, aber auch Low Volatility. Hier haben wir bereits angefangen. Das heißt, wir verabschieden uns ein Stück weit von breiten Benchmarks, die den Gesamtmarkt abbilden. 
In wie weit beschäftigt sich der Nestlé-Vorstand in der Schweiz heute mit Pensionsrisiken?
Hadasch: Der ist angesichts des sehr hohen Verpflichtungsvolumens inzwischen eng eingebunden. Für den Konzern insgesamt sprechen wir über eine Größenordnung von fast 20 Milliarden Euro. Aus den Volatilitäten der Kapitalanlagen und auch der Pensionsverpflichtungen könnten negative Auswirkungen auf unser Kerngeschäft erwachsen. Auch spielt hier die internationale Kapitalmarktberichterstattung für die Konzernspitze eine wichtige Rolle. Wir stimmen heute mit dem Finanzbereich sehr genau ab, wie hoch die Risiken in den Kapitalanlagen sein dürfen. 
Das vollständige Interview finden Siehier.
portfolio institutionell newsflash 13.05.2013/tbü
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