Investoren
28. Juni 2022

Neue Köpfe in der Wacker-Pensionskasse

In der Pensionskasse der Wacker Chemie gibt es ab 1. Juli zwei neue Vorstände. Und in der Kapitalanlage stellt die Firmenpensionskasse nun auch ein kleines Team auf.

Im Vorstand der Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG steht ein personeller Neustart an. Und das in mehrfacher Hinsicht. Mit Wirkung zum 1. Juli 2022 treten Vorstandschef Götz Neumann und Vorstandsmitglied Daniela Böning in den Ruhestand. Ihre Nachfolge übernehmen zum gleichen Zeitpunkt Frank Reinhardt als Vorstandsvorsitzender und Eva Appel als Mitglied des insgesamt zweiköpfigen Gremiums.

Christian Hartel, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wacker-Pensionskasse, dankte im Rahmen der Mitgliederversammlung der Pensionskasse am 24. Juni 2022 den beiden scheidenden Vorständen für ihre Arbeit. Sowohl Daniela Böning als auch Götz Neumann blickten auf eine langjährige und erfolgreiche Karriere im Wacker-Konzern zurück, so Hartel. Dem Vorstand der Pensionskasse gehört Böning seit 2011 an und Neumann seit 2016.

Neue Vorstände kommen aus den eigenen Reihen

Der neue Vorstandsvorsitzende dieses Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit (VVaG), Frank Reinhardt, studierte nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war ab 1990 in verschiedenen Funktionen bei der Deutschen Bank tätig.

Im Jahr 2004 trat der heute 53-Jährige bei der damaligen Tochtergesellschaft Siltronic in den Wacker-Konzern ein. In den folgenden Jahren hatte er verschiedene leitende Funktionen in den Bereichen Finanzen und Controlling inne, bevor er 2014 die Führung des Zentralbereichs Finanzen und Versicherungen der Wacker Chemie AG übernahm.

Wacker-PK-Vorstandsmitglied Eva Appel arbeitete nach ihrem Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Passau, Augsburg und Turin ab 2002 in Anwaltskanzleien und Unternehmen, bevor sie im Jahr 2004 in die Wacker Chemie AG eintrat. Dort hatte die heute 49-Jährige verschiedene leitende Funktionen im Personalwesen des Unternehmens inne.

Kapitalanlage mit neuen Fachkräften

Personelle Veränderungen gibt es demnächst auch im Bereich der Kapitalanlage der Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG. Der langjährige Leiter für die Kapitalanlagen, Dr. Gunar Lietz, verlässt die Firmenpensionskasse, um sich neuen Aufgaben zu widmen. Lietz kam Anfang 2009 vom Vermögensmanager Meag zur Wacker Chemie und steuert dort seither die Kapitalanlagen.

Interessanterweise holt die Pensionskasse gleich zwei Nachfolger für den promovierten Finanzwissenschaftler Lietz. Seine bisherigen Aufgaben teilen sich in Zukunft Dr. Alexander Kallischko und Patrick Reuther.

Kallischko wird zum 1. September 2022 Leiter Kapitalanlagen. Der ausgebildete Mathematiker ist 2008 in den Wacker-Konzern eingetreten und arbeitete im zentralen Produktivitätsmanagement. 2011 wechselte er in die Pensionskasse und übernahm dort das Risikomanagement. In dieser Funktion ist er für Szenario-Rechnungen zur Risikotragfähigkeit, die Risikobeurteilung neuer Anlageklassen und Investments und insbesondere für das Asset-Liability-Management zuständig.

Patrick Reuther ist Finanzmathematiker und derzeit noch nicht bei der Pensionskasse beschäftigt. Er kommt zum 1. Juli 2022 vom Münchner Beratungsinstitut Fondsconsult. Bei seinem bisherigen Arbeitgeber war Reuther als Spezialist im Bereich Aktienresearch tätig.

Eine der größten Pensionskassen

Mit mehr als 18.100 Versicherten, einer Bilanzsumme von rund 2,7 Milliarden Euro und einem Marktwertvermögen von über drei Milliarden Euro zählt die Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG zu den 20 größten Pensionskassen in Deutschland. Gegründet im Jahr 1928, wird die Wacker-Pensionskasse heute von insgesamt 17 Mitgliedsunternehmen getragen. Zu den Trägern zählen neben der Wacker Chemie AG auch deren Ableger Siltronic und die Wacker Biotech GmbH.

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