Alternative Anlagen
17. Mai 2021

Niederländischer Pensionsfonds hält fünf Prozent Gold

Physisches Gold statt Staatsanleihen bei DSM-Pensionsfonds. Folge neuer ALM-Studie von 2020.

Der niederländische Pensionsfonds des Spezialchemieunternehmens DSM hat aufgrund von Diversifizierungsvorteilen fünf Prozent seiner Assets in physisches Gold investiert, wie das Magazin IPE News auf seiner Internetseite berichtet. Der Fonds startete die Investion im Oktober 2020 aufrgrund einer Reduzierung der Investitionen in Staatsanleihen um zehn Prozentpunkte und negativer Renditeerwartungen in dieser Asset-Klasse. Er habe die Hälfte der Erlöse in Gold und den Rest in Aktien, Immobilien und Infrastruktur investiert, teilte der Fonds mit. Der Fonds hat einem Sprecher zufolge schon früher in Gold investiert. Die neue Investition in Gold folgt aus einer Asset and Liability Management (ALM) Studie im Jahr 2020. Diese Studie habe gezeigt, dass das Hinzufügen von Gold zum Asset-Mix aufgrund seiner Diversifikationsvorteile einen klaren Mehrwert habe, zitiert IPE den Fonds.

Physisches Gold lagert in der Schweiz

Der Pensionsfonds kaufte seinen letzten Anteil an Gold im April, um seine strategische Allokation von fünf Prozent zu erreichen. Die gesamten Vermögenswerte des Fonds belaufen sich auf rund 7,7 Milliarden Euro. Der Fonds sagte, er investiere in physisches Gold, das bei einer Schweizer Bank gelagert wird.

Auch andere Pensionsfonds in den Niederlanden investierten bereits in Gold, wurden jedoch mitunter von den Regulierungsbehörden abgestraft. So zwang die Regulierungsbehörde De Nederlandsche Bank (DNB) den Pensionsfonds für Glashersteller – Vereenigde Glasfabrieken – im Jahr 2011 dazu, seine Allokation in Gold von 13 Prozent auf drei Prozent zu reduzieren. Der Fonds forderte vor Gericht erfolglos eine Entschädigung dafür. Der DSM-Pensionsfonds sagte, er sei sich des Falles Vereenigde Glasfabrieken bewusst, die Investition erfolge aber innerhalb des gesetzlichen Rahmens und der Richtlinien der DNB für alternative Investitionen.

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