Pensionsfonds
23. März 2026

Österreichs VBV sucht mehr Effizienz

Pensions- und Vorsorgekasse werden zusammengelegt. Damit sinkt auch Zahl der Vorstände.

Auch in Österreich sind Altersvorsorgeeinrichtungen auf Konsolidierungskurs. Wie die VBV mitteilt, ist zur Effizienzsteigerung die Zusammenlegung der bislang getrennten Veranlagungs-Bereiche der VBV-Pensionskasse und der VBV-Vorsorgekasse vorgesehen. Die VBV-Gruppe sieht sich als die führende Anbieterin von nachhaltigen betrieblichen Vorsorgelösungen in Österreich. Gemäß den Geschäftsberichten für 2024 veranlagt die Pensionskasse ein Vermögen von 9,38 und die Vorsorgekasse von 7,12 Milliarden Euro.

Im Zuge der Zusammenlegung werde auch eine Verringerung der Vorstands-Mandate erfolgen. So ist eine Verlängerung des bis Jahresende 2026 laufenden Vertrags von Magister Günther Schiendl nicht vorgesehen. „Es ist uns ein Anliegen, die Synergieeffekte und Effizienzsteigerungen auch im Vorstandsbereich abzubilden. Auf Grund der geplanten Zusammenlegung der Veranlagung in der VBV von zwei Bereichen auf künftig einen Gruppenbereich, wird das bis Jahresende 2026 laufende Vorstandsmandat von Magister Günther Schiendl nicht verlängert“, so Magister Markus Posch, Vorsitzender des Aufsichtsrates der VBV-Gesellschaften. Schiendl ist derzeit Mitglied des Vorstands der VBV-Holding und CEO der VBV-Pensionskasse. „Magister Schiendl hat langjährig ausgezeichnete Leistungen für die VBV erbracht“, erklärt Markus Posch. Posch betont, dass Günther Schiendl an entsprechender Stelle dafür noch ausdrücklich gedankt werden wird. Sowohl Pensions- als auch Vorsorgekasse werden jeweils von drei Vorständen geführt.

Schon im Jahr 2022 wurde laut Pressemitteilung in der VBV damit begonnen, Synergien zu heben und eine effizientere Struktur zu formen. Es wurden seit damals auf Gruppenebene bereits umfangreiche Strukturanpassung umgesetzt, zum Beispiel durch die Zusammenfassung im HR-Bereich, sowie in den Bereichen Recht, CSR, bei den Kunden- und Vertriebsagenden, oder auch in den Bereichen Marketing, Vertriebsunterstützung und Digitale Services. „Die Zusammenführung der Veranlagungs-Bereiche ist für unser Unternehmen der logische nächste Schritt, um die VBV im Sinne ihrer Kundinnen und Kunden noch schlagkräftiger und kosteneffizienter zu gestalten“, erklärt Magister Andreas Zakostelsky, Generaldirektor der VBV-Gruppe.

Fusionen auch in UK, Schweden und NL

Die Entscheidung der VBV passt in das europäische Bild. So läuft in Schweden derzeit die Konsolidierung der AP-Fonds. In Großbritannien schließen sich im Rahmen von „Fit for the Future Reforms“ die sogenannten Local Pensions Partnership Investments zu Local Government Pension Scheme Pools zusammen. In den Niederlanden wiederum wachsen zwar die Assets under Management, die Zahl der Pensionsfonds ist dagegen schon seit längerem im Rückwärtsgang.

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