Alternative Anlagen
6. Dezember 2021

Offshore-Debüt der Allianz

Kauf von einem Viertel des weltweit größten Offshore-Windparks. Verkäufer und Stromabnehmer ist BASF.

Allianz Capital Partners hat im Auftrag der Allianz Versicherungsgesellschaften („Allianz“) eine Vereinbarung zum Kauf von 25,2 Prozent am Windpark Hollandse Kust Zuid („HKZ“) von BASF unterzeichnet. Dies ist die erste Anlage der Allianz in einen Offshore-Windpark sowie das erste Eigenkapital-Investment in Erneuerbare Energien in den Niederlanden.

Wie BASF mitteilt, folgt diese Einigung auf eine am 1. September 2021 abgeschlossene Transaktion. In deren Rahmen hatte BASF von Vattenfall 49,5 Prozent an HKZ erworben. BASF kündigte bereits an, ihre Beteiligung durch den Verkauf von Anteilen an einen Finanzinvestor reduzieren zu wollen. BASF werde weiterhin den größten Teil des erzeugten Stroms aus ihrem ursprünglich an HKZ erworbenen Anteil von 49,5 Prozent auf Basis eines langfristigen Festpreis- Stromabnahmevertrags erhalten. Diese Vereinbarung habe sowohl für BASF als Stromabnehmer als auch für Allianz als Finanzinvestor einen erheblichen Wert.

Windpark leistet 1,5 Gigawatt

Nach Inbetriebnahme wird HKZ mit 140 Windturbinen und einer installierten Gesamtleistung von 1,5 GW der größte Offshore-Windpark der Welt sein. Das Projekt befindet sich in der niederländischen Nordsee, 30 km von Den Haag entfernt vor der Küste von Noordwijk. Die Bauarbeiten für HKZ haben bereits begonnen. Der Windpark soll im Jahr 2023 in Betrieb genommen werden. Wie im langfristigen Festpreis-Stromabnahmevertrag vereinbart, wird BASF den Großteil des erzeugten Stroms aus dem 49,5-Prozent-Anteil von Allianz und BASF erhalten.

„Wir sind sehr über unsere erste Anlage in einen Offshore-Windpark erfreut, die zugleich unsere erste Investition in Erneuerbare Energien in den Niederlanden ist. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren Partnern dieses ehrgeizige Projekt zu unterstützen, das eine wichtige Rolle für die grüne Energieversorgung Europas spielen wird. Mit dieser Investition werden wir die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien weiter vorantreiben“, sagt Carsten Quitter, Group CIO der Allianz.

„Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit BASF bei diesem Projekt. BASF bietet einen langfristigen Festpreisvertrag für die Stromabnahme, der über viele Jahre hinweg eine starke Einnahmequelle sichern wird“, ergänzt Andrew Cox, Co-Head of Infrastructure bei Allianz Capital Partners.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt fusionskontrollrechtlicher Genehmigungen. Voraussichtlicher Abschluss des Deals ist für das erste Quartal 2022 geplant.

Die Eigenkapitalanlagen der Allianz im Bereich Erneuerbare Energien umfassen aktuell über 100 Wind- und Solarparks. Diese befinden sich in Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Österreich, Polen, Portugal, Schweden und in den USA.

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