Pensionskassen
6. Februar 2026

Paukenschlag beim BVV

Pensionskasse trennt sich von Vorstand Axel-Rainer Hoffmann. Hoffmann war nur fünf Monate für den BVV tätig.

Der BVV, die größte deutsche Pensionskasse, hat seinen neuen Finanzvorstand Axel-Rainer Hoffmann schon wieder verabschiedet. Gegenüber portfolio institutionell bestätigte ein Sprecher des BVV, dass Axel-Rainer Hoffmann aus dem Vorstand des BVV ausgeschieden ist. Zu Details zu Personalangelegenheiten wolle man sich aber nicht äußern. Diese Informationen veröffentlichte zuerst der Tagesspiegel.

Hoffmann trat Anfang September in den BVV-Vorstand ein. Damals sagte der Aufsichtsratsvorsitzende, Heinz Laber: „Axel-Rainer Hoffmann hat den Aufsichtsrat sowohl fachlich als auch persönlich überzeugt. Wir sind uns sicher, dass die Übergangsphase reibungslos gelingen und er eine wertvolle Bereicherung für den BVV-Verbund sein wird.“

Hoffmann, zuvor jahrelang für den Volkswohl Bund, Axa und Munich Re tätig, folgte beim BVV auf Frank Egermann. Egermann wurde 2021 in den Vorstand des BVV berufen, nachdem er bereits 2004 als Abteilungsleiter Vermögensanlage und -verwaltung in den BVV eintrat. Vor Egermann war Rainer Jakubowski fast 20 Jahre lang Finanzvorstand.

Spekulationen aus dem Markt zu den Hintergründen der Trennung betreffen die Ausrichtung der strategischen Asset-Allokation, die für Hoffmann zu konservativ gewesen sein könnte. Diesem Gerücht würden die im Tagesspiegel geäußerte Kritik und die unterschiedlichen Verweildauern der drei genannten Finanzvorstände zumindest nicht widersprechen. Andererseits ist eine konservative Allokation für eine Einrichtung wie den BVV nicht unüblich. Im Jahresbericht 2024 steht, dass „Anleiheinvestments mit 51,7 Prozent auch 2024 einen wesentlichen Eckpfeiler der Kapitalanlage darstellten“. Aktienanlagen habe man „weiter von rund 7,2 auf 5,9 Prozent“ verringert. Weiter steht im Bericht, dass man „angesichts der attraktiven Rahmenbedingungen im Zinsbereich die Reduktion der Allokation illiquider Investments planmäßig weiterverfolge“.

Kolportiert wurden gegenüber portfolio institutionell aber auch angebliche Verfehlungen in Hoffmanns beruflicher Vergangenheit. Dazu befragt teilte der Volkswohl Bund nur mit, dass Hoffmann seit Ende 2023 nicht mehr für die Versicherung tätig ist.

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